Mein Leistungsdiagramm vom M5

  • Zitat

    Original von Johann M5
    ....nach unten streuen meiner hatte vor dem umbau 488 Ps danach 610 Ps.
    Alle originalen S85 haben max 480-490....


    und wieviele S85 hat "man" den geprüft für diese repräsentative Aussage?!
    prinzipiell ist es mir persönlich aber auch egal ob 480 oder 507Pferde... das sind schon Dimensionen :D


    entspricht 160€ / PS... :spinnen: das ist ein seeeeehr stolzer Preis :respekt:


    viel interessanter für mich: was sagt dein subjektiver Eindruck?! hast du die klappenanlage da schon drin gehabt? Macht ja auch was aus wenn man schon nen anderen Klang hat :D ..
    Ich hab vorhin zufällig nen 8Zyl am R8 gehört u muss sagen das klingt ja schon nach viel mehr PS (subjektiv) wenn ne andere Abgasanlage verbaut ist...

  • "Wie viele PS hat der wohl?“


    Manche werden sich diese Frage schon gestellt haben, während sie den Blick wohlwollend über einen M Hochleistungsmotor haben streichen lassen.


    Der Blick in die Verkaufsunterlagen oder die Zulassungspapiere offenbart die „Nennleistung“– gemäß Gesetzgeber anzugeben in Kilowatt (kW). Die Umrechnung in die gewohnten „Pferdestärken“ ist einfach, wenn auch wenig kopfrechengeeignet: ein kW entspricht 1,3596216 PS. Sehen wir beim BMW M3 nach, finden wir: 309 kW, was 420 PS ergibt.


    „In die Prospekte schreiben können sie viel“, sagt dazu manche Stimme am Stammtisch. „Aber in Wirklichkeit ist es doch so, dass….“ „In Internetforen liest man, dass …“ Auch in der M Power World war zuletzt deutlich zu spüren, wie sehr das Thema die Gemüter bewegt. Also haben wir uns aufgemacht und recherchiert, um Licht ins Halbdunkel zu bringen. Bitte anschnallen, es wird ein wenig technisch…


    Die Messung der in den Zulassungspapieren angegebenen Leistung erfolgt in einem europaweit gesetzlich festgelegten Messverfahren (EWG 80/1269), das so für alle Fahrzeughersteller verbindlich ist. Dabei vermisst man den Motor auf einem Prüfstand unter genau festgelegten Rahmenbedingungen. Der Hersteller verpflichtet sich, dass alle ausgelieferten Motoren die in dieser Typprüfung spezifizierte Nennleistung mit einer Toleranz von +/- 5% erreichen. Dies sicherzustellen, ist ein wichtiges Ziel bereits bei der Entwicklung und natürlich auch bei der nachfolgenden Fertigung des Motors.


    Und die Einhaltung dieses Ziels wird strikt kontrolliert. Jedes M Hochleistungstriebwerk kommt vor dem Einbau ins Fahrzeug auf einen Prüfstand, um die ordnungsgemäße Funktion abzusichern.


    Motorenheissprüfstand im Sondermotorenbau des Werkes München der BMW AG. Ein Muss für jeden M Hochleistungsmotor.


    Darüber hinaus werden Motoren stichprobenartig komplett auf dem Leistungsprüfstand vermessen. Ein Blick auf diese Ergebnisse zeigt übrigens, dass die gemessene Leistung deutlich weniger um den Wert der Nennleistung variiert, als es das genannte Toleranzband eigentlich zulassen würde.


    Motorenleistungsprüfstand im Sondermotorenbau des Werkes München der BMW AG. Hunderte von BMW M Hochleistungsmotoren werden jedes Jahr auf's Genaueste vermessen.
    „Ich möchte es genau wissen“, sagt sich dennoch mancher stolze Besitzer eines BMW M Automobils und macht sich mit seinem Fahrzeug auf den Weg zu einer Leistungsmessung.


    Der Ausbau des Motors wird – schon aus Kostengründen - für die meisten nicht in Frage kommen und ein Motorenleistungsprüfstand ist ja auch nicht immer zu Hand… Aber ein Rollenprüfstand liegt in der Nähe. Kurz hingefahren und schon hat man das Messprotokoll in Händen. Auf die Kommastelle scheinbar genau wird die Leistung ausgewiesen. Je nach Ergebnis überwiegt Freude - oder Ärger. In diesem Fall ist der Weg zum Händler nicht weit, das Messprotokoll schnell auf den Tisch gelegt und die „fehlende“ Listung eingefordert. Der Einwand des BMW Servicemitarbeiters, das Messen der Motorleistung auf Rollenprüfständen führe oft zu falschen Ergebnissen, klingt da schnell wie eine Ausrede. Aber: er hat recht.


    Ein Rollenprüfstand kann die maximale sogenannte Radleistung eines BMW M Automobils messen - ein guter sogar relativ exakt, wenn eine Vielzahl von Vorgaben akribisch eingehalten werden: Fehlerspeicher der Motorsteuerung leer, Treibstoff Super Plus mit mindestens ROZ98 seit mindestens 30 Minuten Fahrzeit, Motor eingefahren und betriebswarm (korrekte Temperatur von Öl und Kühlmittel), DSC ausgeschaltet, Power Taste gedrückt, Batterie geladen, Klimaanlage ausgeschaltet. Und der Motorölstand beträgt knapp 50% bei mindestens halb gefülltem Tank, das Lenkrad wird nicht bewegt, keine Auslösung des Drehzahlbegrenzers, korrekter Gang (je nach Getriebe), Außentemperatur und Luftdruck sind im erlaubten Bereich und die Messung erfolgt mindestens bis Nenndrehzahl. Besonders wichtig: eine geschwindigkeitsabhängige, ausreichende und gleichmäßige Kühlung der gesamten Kühlerfläche, der Motoransaugung und der Abgasanlage (bei 250 km/h Fahrgeschwindigkeit wird die gesamte Stirnfläche eines BMW M3 von mehr als ca. 150.000 Liter Frischluft angeströmt – pro Sekunde!). Werden die Vorgaben auch nur teilweise nicht eingehalten, kann es u.a. zur Auslösung von Bauteilschutzfunktionen durch die Motorsteuerung kommen.
    Gemessen wird auf diese Weise jedoch die von den Antriebsrädern auf die Rolle übertragene Leistung - und nicht die eigentlich gefragte Motorleistung an der Kurbelwelle.


    Viel Technik zwischen Motor und Antriebsrädern.


    Und jetzt wird’s schwierig: Denn es kommt, technisch bedingt, bei weitem nicht die gesamte Leistung des Motors auch am Rad an. Zwar erfolgt auf den Rollenprüfständen eine Messung der sogenannten Schleppleistung (der Motor wird dabei ausgekuppelt und u.a. die sich drehenden Rollen des Prüfstand durch das Fahrzeug wieder abgebremst), bei der versucht wird, diese Verluste näherungsweise zu messen, um sie zur Radleistung zu addieren. Hier steckt aber ein grundsätzliches Problem: Viele der Verluste sind prozentual abhängig von der zugeführten Leistung, können also auf diese Weise gar nicht korrekt bestimmt werden.



    Sehen wir uns mal im Einzelnen an, wo die Leistungsdifferenz zwischen gemessener Radleistung und tatsächlicher Motorleistung in der Praxis herrührt.


    Bewegen wir uns von der Rolle des Prüfstands Richtung Motor. Der Schlupfleistungsverlust ergibt sich aus der Tatsache, dass das Antriebsrad auf dem Untergrund leicht „durchrutscht“. Dies ist während eines Beschleunigungsvorgangs stets der Fall, auch wenn die Traktion grundsätzlich gut ist. Verstärkt wird dieser Effekt bei kleinen Rollen noch durch die hier stark gekrümmte Aufstandsfläche, was nebenbei zusätzlich zu einer starken Biegebelastung der Reifenkarkasse führt. Die Reifen können im Einzelfall dabei so stark belastet werden, dass sie aus Sicherheitsaspekten nicht mehr für den normalen Einsatz im Straßenverkehr geeignet sind.


    Die Kompensation von der Norm abweichender Werte von Ansauglufttemperatur und atmosphärischem Druck erfolgt einfach rechnerisch. Von diesen Parametern ist die tatsächlich zur Verfügung stehende Motorleistung stets abhängig: die sogenannte Füllung (d.h. der vom Motor angesaugte Luftmassenstrom) verbessert sich bei steigendem Luftdruck und niedrigerer Ansaugtemperatur aufgrund der Luftdichteerhöhung.


    M DKG Drivelogic Getriebe.


    Die Verluste in Antriebsstrang und Getriebe sind jedoch prozentual abhängig von der Höhe der zugeführten Leistung. Je höher die zugeführte Leistung, desto höher die Verluste. Hier muss also ein Verfahren wie die Messung der Schleppleistung, das bei abgekoppeltem Motor (und damit ohne von dieser Seite zugeführte Leistung) misst, grundsätzlich versagen.


    Darüber hinaus gilt es noch Zusatzaggregate in die Berechnung einzubeziehen wie z.B. Lenkhilfepumpe, Klimakompressor und die Ladeleistung der Lichtmaschine.


    Sollen Leistungsmessungen auf Rollenprüfständen zum Nachweis der Motorleistung an der Kurbelwelle genutzt werden, kann dies seriös nicht durch die Addition der am Prüfstand im Schleppbetrieb gemessenen Verlustleistung zur gemessenen Radleistung erfolgen.


    Für die Berechnung der tatsächlichen Verlustleistung müssen detaillierte Kenntnisse über den Aufbau des Fahrzeuges vorliegen, wie sie im Normalfall nur dem Fahrzeughersteller zur Verfügung stehen. Nur dann kann in sinnvoller Weise aus der gemessenen Radleistung auf die Motorleistung geschlossen werden, wie sie sich auf dem Motorleistungsprüfstand verifizieren lässt.


    Da ist es gut zu wissen, dass die im Produktionsprozess des Sondermotorenbaus der BMW AG laufenden zyklischen Qualitäts- und Funktionsprüfungen – unter anderem unterstützt durch den obligatorischen Einsatz von Motorprüfständen - einen gleichbleibenden Standard der produzierten M Hochleistungstriebwerke garantieren. Auch und gerade in Bezug auf die versprochene Leistung.


    Für unvergleichliche Fahrdynamik in jedem BMW M Automobil.

  • Ok, Botschaft ist nicht ganz angekommen :D


    Will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen weil ich den S85 nicht kenne aber der S65 streut nicht nach unten. Wenn dem so ist wurde bei der Einfahphase mit der Software "gepfuscht"

  • Zitat

    Original von Johann M5
    Hi, hab vom meinem noch ein Leistungsdiagramm vom SKN.
    http://youtu.be/qgZpky--ty8


    Wäre das Hochladen eines jpg-Bildes nicht weniger aufwändig gewesen, als ein 55 Sekunden langes youtube-video, bei dem Du mit der Kamera wie besoffen um die A4-Seite kreist?


    Zum Thema:
    Beachtliche Leistung, wirklich nett. Jetzt wäre noch interessant, wie sich dass auf die Fahrleistung (Messwerte Beschleunigung, Elastizität, Endgeschwindigkeit) auswirkt. Schwer messbar, ich weiß.

  • Hey Stefan... interessanter Post... :pop:


    Eigentlich sollten alle Hersteller egal ob in D, USA oder Asien immer die Radleistung an einer genormten Rolle definiert angeben, denn wen interessieren die Verluste durch Nebenaggregate wie bereits genannt zB Klima, Servo etc ... das sollte echt einheitlich sein zur Transparenz. ( auch wenn es für Hecktriebler wie BMW wegen mehr Teile von Frontmotor zur Hinterachse sich noch negativer auswirkt)
    Wenn ich deinen Text so lese frage ich mich...hat sich das inzwischen geändert wegen dem Messverfahren?
    Ich meine mich zu erinnern, dass mein Fahrzeugtechnik Prof. damals ca. 2005-2006 mal was von SAE PS geredet hatte und die "schön" Rechnung der Amis ohne Nebenaggregate bzw den besseren Werten im Gegensatz zum deutschen Messverfahren mit den NA.
    Hängen die nun dran oder net die zusätzlichen Verbraucher bei uns in D?! :?:

  • Zitat

    Original von Johann M5
    Hi
    Du muß bedenken das die M/Sauger S65/S85 Leistungsmäßig nach unten streuen meiner hatte vor dem umbau 488 Ps danach 610 Ps.
    Alle originalen S85 haben max 480-490 Ps :(
    Zu den kosten .15.000-20.000€


    Lg Johann



    komisch ... im M-Forum ist die Mehrheit wieder gegenteiliger Ansicht. :faq:


    Ist doch alles quatsch mit mehr "nach unten" wie "nach oben", genauso ist es umgekehrt.


    Es gibt nunmal +/- Toleranzen und fertisch ;)

  • Zitat

    Original von Metti84
    "Stroking" , sprich Aufboren vom Hubraum kostet eben


    Naja, die 2mm vielleicht mehr Bohrung machen wohl den geringsten Teil dabei aus, dadurch kriegste kein 800ccm zusammen, den Hauptanteil bringt die KW dabei und son Strokerkit beinhaltet meistens das komplette Set...


    Bei den Ausis kriegste das Hardwareset für 7k mittlerweile S65/S85, da kannste grob 250 für Pleul und Kolben rechnen, Hauptanteil macht dann die KW dabei aus mit rund 3 Mille, die fertigen auch nach Kundenwusch, hab schon angefragt da... :D


    Gruß Ronny


    Edit: Bei nem SB bekommt man 700ccm quasi geschenkt fürn Taui... :D


    Ebay

  • Wie schon erwähnt ist es trotzdem eigenartig warum auf die S65/S85 so "losgegangen" wird. MM. nach ist das Stammtischgerede welches sich bis in div. Internetforen durchschlägt.


    Wenn man sich jedoch bei fachkundigen Leuten Informiert kann man sich selbst zusammenreimen warum tatsächlich M3/M5 auf unseren Straßen unterwegs sind welche die angegebene Leistung nicht annähernd erreichen.
    Vielleicht rede auch ich mir das nur ein aber wenn ein Chaot mit zwei linken Händen mit lauter Daumen am Diagnosetool sitzt, so kann der Schuss schnell nach hinten losgehen!


    Fallbeispiel S65:


    Anfangs haben die M3 alle "nur" 360 PS! Diese sollten für die Einfahrphase auch ausreichend sein.
    Nach 2.000 km sollte das Fahrzeug zur Einfahrkontrolle! Hierbei wird auch die endgültige Software aufgespielt.
    Dabei leistet der Motor erstmal nur 380 PS und stellt dann selbstständig in 1.000 km-Schritten mehr Leistung zur Verfügung, bis bei 5.000 km die endgültige Leistung von mind. 420 PS zur Verfügung steht.
    Dabei kann man aber davon ausgehen, dass die Motoren- vorausgesetzt sie wurden vernünftig und streng nach Einfahrvorschriften eingefahren- mit der "normalen" Software um die 430 PS haben.
    Mit dem "M-Drivers-Package" ist es ein bißchen mehr- da liegen zwischen 440 und 445 PS an.


    Das ist auch der Grund warum ich in diesem Thread schon mal erwähnt habe daß es am Softwarestand liegen kann wenn tatsächlich zu wenig Leistung anliegt. Wenn dem so ist empfiehlt es sich die Werkstätte zu wechseln :D


    TE
    Sorry daß dein Thread hier ein wenig mißbraucht wird aber ich finde schade wenn man einem so tollen Motor zu wenig Leistung vorwirft und deswegen darf man das auch nirgendwo so stehen lassen ;):D

  • Zitat

    Original von Johann M5
    Pa Jebiga semo .http://youtu.be/rDXgppvqgrc



    Abgesperrte Strecke, nehm ich an :rollen:



    Nix für ungut, das Ding ist ein geiles Teil und mir läuft es auch eiskalt den Rücken runter wenn man es hört, aber für so ne Aktion hab ich als Familienvater kein Verständnis :bad:



    Und erzähl mir nicht ''Das waren höchstens 120'', denn ich weiß wie weit die Leitpfosten auf Landstrassen auseinander stehen und wie lang man bei erlaubter Geschwindigkeit von einem zum anderen braucht!

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