Öl im Kühlwasserausgleichsbehälter

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Öl im Kühlwasserausgleichsbehälter

    Hallo,

    so, nachdem nun bei meinem 523i N52 E60 Automatik mit KME-LPG der Wasserkühler gewechselt wurde und das Kennfeldthermostat und die Kiste nun endlich dicht ist, habe ich nun ein neues Problem =O

    Ich habe nun Öl im Ausgleichsbehälter des Kühlmittels, und zwar ca. 10-20 ml nach einer längeren Fahrt von ca. 4 Stunden.

    Der Wagen fährt an sich einwandfrei, er verliert kein Kühlmittel mehr (hat auch keine Mayonaise am Öldeckel morgens), hat keinen weißen Rauch, somit irgendwie nicht die typischen Anzeichen für eine defekte ZKD, finde ich jedenfalls (oder ich wünsche es mir).

    Bei einem anderen Beitrag habe ich gelesen, dass der Öl- bzw. Getriebeölkühler schuld sein könnte. Ich würde auf Verdacht sogar beide wechseln lassen und das System dann spülen lassen.

    Oder können sich der Öl- und Wasserkreislauf auch vermischen, wenn einfach nur die Dichtung am Ölkühler porös ist?

    Gibt es sonst noch irgendeinen Grund, warum ich dieses Öl im Kühlmittel haben könnte, außer diese beiden Ölkühler sowie ggf. die ZKD (Gott bewahre)?

    Der Wagen hat fast 300.000 km runter, Baujahr 2005. Ich würde ihn gern erhalten.

    Bitte lasst mich wissen, was Ihr denkt.

    Rolf

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BMWROW ()

  • Komisch ist halt, dass der Ölschleim zunächst nicht in der Masse aufgetreten ist, sondern lediglich ein paar transparente Ölaugen auf dem Kühlmittel schwammen.

    Jetzt, nach Einbau des neuen Thermostats und des Wasserkühlers plötzlich diese massive Brühe. Ich habe mal was davon abgesaugt in einen weißen Becher, siehe Bild. Der Ölschleim hängt aber in 1. Linie direkt hinter dem Loch, wo das Kühlmittel wieder zurück in den Ausgleichsbehälter gepumpt wird.

    Anbei mal ein Foto. Werde heute den Co2 Test machen lassen um ZKD Riss auszuschließen.

    Dieses Öl ist auf jeden Fall extrem schleimig.

  • @uli07 ... Ja, stimmt schon, wenn es ein Riss zwischen Wasser und Ölkanal wäre. Leuchtet ein. Auf der anderen Seite, denke ich nicht, dass der Motor mal massiv überhitzt war. So ganz einfach sollte die ZKD ja auch nicht reißen. Das einzige Mal, woran ich mich erinnern kann, ist das Platzen des großen Kühlmittelschlauches direkt auf der AB-Ausfahrt, da bin ich aber praktisch ohne Gasgeben ausgerollt, direkt in eine Seitenstraße nach der Abfahrt und hatte auch keine Warnung, dass der Motor überhitzt sei. War glücklicherweise bei eisigen Temperaturen im Dezember.

    @M57_Tourer ... Der Schleim hängt irgendwie oben im Ausgleichsbehälter, dort wo durch den kleinen Schlauch das Kühlmittel zurück in den Behälter fließt. Eventuell kommt da nicht mehr so viel nach, sondern es löst sich noch von da oben. Interessant ist, dass die Heizung nun plötzlich besser als je zuvor funktioniert. Vielleicht hat sich da ein Schleimbrocken noch aus dem Heizungskreislauf gelöst, denn das Funktionieren der Heizung war sehr plötzlich, vorher konnte ich viele km fahren, bis der Wagen von Innen mal warm wurde. Jetzt wird er von innen sogar schon ganz nett warm, wenn die KüMi-Temperatur noch bei 60°C liegt, also nach 4-5km Fahrt oder so.

    Ich habe jetzt mal etwas (vielleicht 20ml) Spülmittel reingegeben. Vielleicht putzen sich die Rohre noch. Oder es ist halt der Ölkühler. Vielleich hat der Mechaniker das Ding zu fest angeschraubt und die Dichtungen gequetscht -- oder es wurde ein Billig-Ersatzteil aus Chin-Chong eingebaut. War halt noch direkt vor meinem Kauf.
  • Der Schleim ist leichter als Kühlwasser und steigt nach oben.
    Meine Erfahrung sagt mir, frisches Glysantin oder Waschmaschinentabs lösen die Öl-Wasser Emulsion = Schleim am besten und schonendsten. Von Spülmittel würde ich abraten.
    Hitze und höhere Drehzahlen sind beim Spülen hilfreich.

    BMWROW schrieb:

    Ich habe jetzt mal etwas (vielleicht 20ml) Spülmittel reingegeben. Vielleicht putzen sich die Rohre noch. Oder es ist halt der Ölkühler. Vielleich hat der Mechaniker das Ding zu fest angeschraubt und die Dichtungen gequetscht -- oder es wurde ein Billig-Ersatzteil aus Chin-Chong eingebaut. War halt noch direkt vor meinem Kauf.
  • Update:
    Ich habe jetzt erstmal den Kühlmittelausgleichsbehälter gründlich mit Bremsenreiniger gesäubert und wieder neu eingebaut. Alles Kühlmittel, was sich unter der vielleicht 5 mm dicken Ölschleimschicht befand, war absolut sauber und unverölt.

    Ich will jetzt mal sehen, ob noch sehr viel "nackommt". Vielleicht hat sich aus dem Heizungskreislauf ein Propfen Öl gelöst und ist dann in den Ausgleichsbehälter abgegangen. Ich habe die Kiste mehr als 10 mal entlüftet, da die Heizung nie warm wurde. Jetzt plötzlich ist es mollig warm im Auto. Dies zeitgleich mit dem Auftreten des Öls im Kühlmittel. Ich hoffe immer noch, dass es nicht die ZKD ist.

    Ansonsten verstehe ich einfach nicht, warum plötzlich nach dem Wechsel des Wasserkühlers+Kennfeldthermostat diese Brühe in den Ausgleichsbehälter läuft und vorher nicht. Ich kann mir das einfach nicht erklären. Es kann ja nicht plötzlich, ausgelöst durch den Wechsel des Wasserkühlers und des Thermostats die ZKD gerissen sein :)

    Ölkühler ist erst im Oktober erneuert worden, daher schließe ich eine Undichtigkeit des Ölkühlers aus, könnte dennoch die Dichtung sein.

    Getriebeölkühler ... schließe ich aber auch eigentlich aus, denn das Automatik-Getriebe schaltet butterweich, besser, als bei vielen anderen BMWs, die ich kenne. Ich müsste nun den Ölstand des Getriebeöls messen, um feststellen zu können, ob es Verluste gibt. Weiß nicht, ob er dafür überhaupt einen Peilstab hat ... oder geht das nur elektronisch?

    Schönes Wochenende!
    Rolf
  • Das mit dem Öl im Kühlmittelkreislauf ist ziemlich hartnäckig. Nach mehrmaligem Reinigen und Spülen habe ich heute wieder eine Ölschicht im Ausgleichsbehälter. Werde die Prozedur wohl wiederholen müssen. Die Gasanlage macht die Sache nicht einfacher, mehr Schläuche, Verdampfer etc., wo sich Öl ablagern kann und sich wieder löst.

    Ärgerlich und kostspielig wegen dem Frostschutzmittel, was jetzt schon 2 mal erneuert wurde.
  • @B-M-W 523i, danke für das Update!

    Tröstlich ist zu wissen, dass es bei Dir nicht die ZKD war und das der Ölschlamm auch bei Dir in "Schüben" kommt. Blöd ist bei mir, dass mein Freundlicher, als der Wasserkühler ein Loch hatte, erstmal als "vorübergehende Maßnahme" Liqui Moly Kühlerdicht reingekippt hatte, bevor der Wasserkühler getauscht wurde. Irgendwie wirkt es so, als hätte dies auch zu gewissen Verschleimungen geführt.

    Ich werde das gesamte Kühlmittel nächste Woche ablassen, vorher den Kreislauf spülen, und dann neu auffüllen. Ja, leider ist das Kühlmittel nicht ganz billig.
  • Ich finde das immer wieder lustig, wie Leute versuchen an elementaren Sachen wie am Kühlerfrostschutz, der gleichzeitig auch Korrosionsschutz ist, zu
    sparen. Gerade beim N52 mit Magnesium / Alu Verbund Zylinderkopf sollte man sehr vorsichtig sein was man reinschüttet. In einem BMW gehört seit Jahrzehnten G48 und das ist das einzige was freigegeben ist und auch da reingehört. Wenn dann der Zylinderkopf, Wasserkühler und Heizungswärmetauscher durch falsches Kühlmittel irreparable Korrosionsschäden aufweist ist das gejammere Groß und der Falschgeiz rächt sich mit teilweise extremen kosten. Noch dazu ist das G48 im BMW Gebinde günstiger zu bekommen als das BASF G48 im Baumarkt obwohl es sogar absolut das selbe ist.