Führungshülsen Bremssattel ersetzen => wie geht's offiziell?

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  • Führungshülsen Bremssattel ersetzen => wie geht's offiziell?

    Hallo,

    ich habe kürzlich die Führungshülsen der vorderen Bremssättel ersetzt (wobei auch Scheiben und Beläge erneuert wurden).

    Die alten Hülsen raus zu bekommen ging ja noch ...da muss man ja nicht aufpassen, dass sie nicht beschädigt werden, also mit ner Komibzange gegriffen und rausgezogen.
    Aber die neuen rein zu kriegen war schon etwas "kniffliger" und überhaupt nur durch Einsprühen mit WD-40 zu bewerkstelligen. Und da weiß ich nicht ob es so vorteilhaft ist ...weil man die Hülsen/Bolzen ja auch nicht fetten soll.

    Daher wollte ich für's nächste mal besser mal nachfragen wie man das eigentlich "offiziell" macht!?
  • BigMäc schrieb:

    Daher wollte ich für's nächste mal besser mal nachfragen wie man das eigentlich "offiziell" macht!?
    Den Sitz im Bremssattel säubern, dann ohne Fett oder Öl mit der Spitzzange (die lang überstehende Seite) greifen, zusammendrücken und in den Bramssattel reinziehen.
  • Zwischenzeitlich habe ich nochmal neue Hülsen, diesmal von ATE, reingemacht ...das vorher hat mir überhaupt nicht gefallen, die Hülsen waren von Metzger und da gingen manche Bolzen ganz locker in die Hülse rein und manch andere nur SEHR, SEHR schwergängig.

    Im Internet gibt's ja beide Meinungen ...Führungsbolzen fetten und Führungsbolzen nicht fetten.

    Beim Einbau in der Werkstatt hab ich mal in diesen "Beipackzettel" von ATE geguckt ...und siehe da: Dort steht, dass man auf die Bolzen dünn Silikonfett auftragen soll/kann. Das hab ich dann auch gemacht (bei anderen Herstellern, wie z. B. auch bei den Metzger Teilen liegt ja extra ein kleines Tütchen davon bei).

    In folgendem Dokument auf Seite 63 widerrum schreibt ATE selbst "Führungsbolzen niemals fetten":

    ate.de/media/3522/ate-wk2019_de.pdf


    => Ja, was denn jetzt?
  • Wenn man etwas fettet, schafft man damit auch eine Grundlage für Fremdkörper, die sich am Fett anhaften können.

    Bei einem solch kleinen Bolzen kann ein Sandkorn zuviel sei.
    Viel Fett findet ma z.B. bei Antriebswellen, aber dort ist auch eine Achsmanschette drüber, die u.a. die Anhaftung von Dreck vermeiden soll.

    Ich habe die Dinger noch nie gefettet.
    Immer nur sauber gemacht.
  • Dr Death schrieb:

    Die Führungshülsen von ATE sind aus graphitveredeltem Gummi und dadurch selbstschmierend. Wenn du Fett aufträgst ziehen die Schmutz an und das führt zum klemmen.
    Korrekt.
    Und hier wird es sicherlich Unterschiede bei den Herstellern geben bzw bei der Bauart des bremssattels. Darum würde ich bei den E6X Bemssätteln immer Führungen von ATE nehmen. Bei den anderen Herstellern kannst du nicht sicher sein, ob überhaupt ein Graphit Anteil vorhanden ist.

    Nur mal eine Seite weiter nach oben in dem verlinkten Dokument und man findet die Antwort:

    "Zur Führung von Faustsätteln "LUCAS" werden geschmierte Führungsbolzen verwenden. Diese werden mit Faltenbälgen abgedichtet."

    "Nach dem Ausbau der alten Führungshülsen werden die Aufnahmebohrungen im Bremssattelgehäuse mit der ATE Honbürste metallisch blank geschliffen. [...] Nach dem Reinigen der Bohrungen im Sattelgehäuse werden diese dünn mit ATE Bremszylinder-Paste eingestrichen. So ist neuer Korrosion vorgebeugt und die neuen Führungshülsen lassen sich leichter montieren."

    Also die Innenseite der BOHRUNG wird dünn mit Bremszylinderpaste bestrichen, nicht die Innenseite der Gummiführungen bzw die Führungsbolzen.
    Bei Alu Bremssätteln ist das aber überflüssig, da Alu mit Sauerstoff schnell eine dünne, schützende Oxidschicht aufbaut. da braucht es kein extra Korrosionsschutz.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ben-G ()