Funkschlüssel tot

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Funkschlüssel tot

    moin,
    bin neu hier im Forum und gleich ein Problemchen :)
    Seit gestern habe ich einen E61 und ein Funkschlüssel geht nicht.
    Der Schlüssel lag jahrelang nur in der Schublade und der Akku ist leer
    Habe gestern 50 km gefahren, aber wahrscheinlich war die Zeit zu kurz, oder?
    Fahren kann man damit nur nicht öffnen und schließen.
    Kann es sein, dass wenn der Akku total entladen ist, muss er irgendwie nochmal angemeldet sein an das System
    oder braucht man richtig ne lange Strecke um den wieder zu beleben?

    Gruß
  • Habe das bei meinem zweiten Schlüssel auch.

    Bin absichtlich knapp 1600km am Stück in den Urlaub mit dem leeren Schlüssel gefahren, hat sich kaum was getan an der Aufladung.

    Einfach das Batterie wechsel set kaufen und die Batterie tauschen, ist am sinnvollsten.
  • Korrekt.
    Wenn der Schlüssel nicht halbwegs regelmäßig verwendet wird, gibt der irgendwann den Geist auf (selbst, wenn er verwendet wird aber das dauert länger).

    In einem Schlüssel ist jeweils ein Akku, welcher bei Benutzung durch die Ringantenne geladen wird (deswegen kannst du auch starten aber nicht öffnen -> Schlüssel im Einzugschacht -> Strom über Ringantenne -> geht; Schlüssel raus -> Batterie -> tot)

    Das Emblem bekommst du mit der Teilenummer 66122155754 bei BMW.
    Die Qualität von Ebay kenne ich leider nicht. Das verlinkte Gehäuse habe ich schon verwendet und war zufrieden.
  • Über die Ringantenne wird der Transponder im Schlüssel ausgelesen, dafür braucht der Schlüssel keinen Strom, der Transponder ist passiv.
    Gleichzeitig wird über die Ringantenne induktiv der Akku im Schlüssel geladen.

    Einfach mal ausprobieren wenn man den Akku tauscht: Akku aus dem Schlüssel ausbauen und das Fzg starten, geht trotzdem. :)
  • RatCar schrieb:

    Über die Ringantenne wird der Transponder im Schlüssel ausgelesen, dafür braucht der Schlüssel keinen Strom, der Transponder ist passiv.
    Gleichzeitig wird über die Ringantenne induktiv der Akku im Schlüssel geladen.

    Einfach mal ausprobieren wenn man den Akku tauscht: Akku aus dem Schlüssel ausbauen und das Fzg starten, geht trotzdem. :)
    Den passiven Microcontroller würde ich gerne sehen. Über die Ringantenne wird Spannung induziert, die der Microcontroller im Schlüssel nutzt, um die Antwort auf die LF-Anfrage zu berechnen. Der Schlüssel hat auch keinen "Transponder" sondern ist diskret aufgebaut, macht aber keinen Unterschied!

    Das CAS lässt danach die Ringantenne aktiv, damit der Schlüssel den Akku für die RKE Funktion noch laden kann.
  • Das ist kein Mikrocontroller, sondern in den meisten Fällen ein RFID-Chip. Wegfahrsperren gibt es schon lange, schon zu Zeiten bei denen ZV noch nicht so weit verbreitet waren. Sprich, die Schlüssel hatten keine Batterie. Trotzdem musste ja die WFS deaktiviert werden. Und an dem System hat sich im Grund nicht viel geändert.
    Bei den meisten Herstellern heißt daher die Ringantenne auch nur LESEspule.
  • RatCar schrieb:

    Das ist kein Mikrocontroller, sondern in den meisten Fällen ein RFID-Chip. Wegfahrsperren gibt es schon lange, schon zu Zeiten bei denen ZV noch nicht so weit verbreitet waren. Sprich, die Schlüssel hatten keine Batterie. Trotzdem musste ja die WFS deaktiviert werden. Und an dem System hat sich im Grund nicht viel geändert.
    Bei den meisten Herstellern heißt daher die Ringantenne auch nur LESEspule.
    Auch wenn du es nicht für möglich hältst sind 2 Mikrocontroller auf der Platine.

    Ich empfehle erst den Artikel zum Thema RFID wenigstens einmal zu lesen und auf die Stelle mit dem Wort Mikrocontroller zu achten.

    Ein Auszug zum Thema Funktionsweise "Das Lesegerät (Reader), das je nach Typ ggf. auch Daten schreiben kann, erzeugt ein hochfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld, dem der RFID-Transponder (RFID-Tag; von engl. tag: Etikett, Anhängezettel) ausgesetzt wird. Die von ihm über die Antenne aufgenommene Hochfrequenzenergie dient während des Kommunikationsvorganges als Stromversorgung für seinen Chip." (Wikipedia)

    Anmerkung zu "LESEspule": der Name interessiert nicht, sondern die Funktionsweise.

    Für weitere Fragen und zur Klärung weiterer, dubioser Ideen stehe ich gerne zur Verfügung.
  • RatCar schrieb:

    Das ist kein Mikrocontroller, sondern in den meisten Fällen ein RFID-Chip.
    Zur technischen Funktionsweise hat saft6luck ja schon alles geschrieben.

    Trotzdem noch für die Doku: In dem speziellen Fall ist es ein Chip von NXP.
    Dürfte je nach Schlüsselbaujahr und mit Komfortzugang oder ohne einer von denen sein: PCF7942, PCF7943, PCF7944, PCF7945, PCF7953
    Alle diese Chips benötigen eine externe Stromversorgung (Batterie oder Ringantenne) plus zusätzliche, externe Bauteile, um zu funktionieren.

    Der "Transponder", den du vermutlich meinst, ist z.B. der PCF7936, der beim E60 z.B. im Notschlüssel verbaut ist, welcher keine zusätzliche Beschaltung besitzt, jedoch die gleiche Funktionsweise hat.

    Lässt sich ziemlich gut nachvollziehen, wenn du einen Schlüssel öffnest und gegen das Licht hältst. Da sieht man die Ringantenne recht gut.
    Dann noch die Leiterbahnen verfolgen und schon hast du die Stellen, an denen die Ringantenne in die Spannungsversorgung einspeist.
  • freakmaster schrieb:

    Lässt sich ziemlich gut nachvollziehen, wenn du einen Schlüssel öffnest und gegen das Licht hältst. Da sieht man die Ringantenne recht gut.

    Dann noch die Leiterbahnen verfolgen und schon hast du die Stellen, an denen die Ringantenne in die Spannungsversorgung einspeist.
    Ein Mann vom Fach :)
    Kommentar: die LF-Spule ist bei den e6x RKE-Schlüsseln, die ich kenne, wegen des Ladestroms als gewickelte Spule auf der Rückseite (Akku-Seite wo keine Taster sind) angebracht, die Platinenantenne ist die RKE-Sendeantenne.

    Der original Akku ist übrigens ein VL2020, der LIR 2025 ist ein Li-ion Akku, der eine höhere Ladespannung benötigt. Die 3,4V der Ladeschaltung bringen ihn max. auf 30-40%, eher weniger :D . Reicht ja grundsätzlich, ist aber bei wenig genutzten Schlüsseln schnell ein Thema.
  • saft6luck schrieb:

    Auch wenn du es nicht für möglich hältst sind 2 Mikrocontroller auf der Platine.
    Dann hat der Schlüssel also auch ROM/RAM und vor allem eine Firmware ? Denn aufspielbare und damit änderbare SW ist es, was üblw. einen µC charakterisiert, nicht jeder Chip ist zwingend auch ein µC. Dazu gehört üblw. auch der RFID. Der Rotz steckt auch in jeder EC-Karte, Perso, Zugangskontrollkarten und Betriebsausweisen, die kodiert werden können. Da ist nix mit µC.
  • saft6luck schrieb:

    Ein Mann vom Fach :-)Kommentar: die LF-Spule ist bei den e6x RKE-Schlüsseln, die ich kenne, wegen des Ladestroms als gewickelte Spule auf der Rückseite (Akku-Seite wo keine Taster sind) angebracht, die Platinenantenne ist die RKE-Sendeantenne.

    Der original Akku ist übrigens ein VL2020, der LIR 2025 ist ein Li-ion Akku, der eine höhere Ladespannung benötigt. Die 3,4V der Ladeschaltung bringen ihn max. auf 30-40%, eher weniger :D . Reicht ja grundsätzlich, ist aber bei wenig genutzten Schlüsseln schnell ein Thema.
    Leider nicht so viel vom Fach, wie ich es mir wünschen würde aber ich lerne gerne dazu und teste viel.
    Danke für die Aufklärung!
    Ich habe die Schlüssel leider gerade nicht vor mir liegen aber habe im Kopf, dass da sogar teilweise zwei (gleiche?) gewickelte Spulen auf der Rückseite sitzen - hast du da evtl. noch ein paar Infos?

    Beim Akku bin ich leider der schnellen Google-Suche auf den Leim gegangen, sorry! :(
    Auch hier, danke für die Korrektur!!


    CAG schrieb:

    Dann hat der Schlüssel also auch ROM/RAM und vor allem eine Firmware ? Denn aufspielbare und damit änderbare SW ist es, was üblw. einen µC charakterisiert, nicht jeder Chip ist zwingend auch ein µC. Dazu gehört üblw. auch der RFID. Der Rotz steckt auch in jeder EC-Karte, Perso, Zugangskontrollkarten und Betriebsausweisen, die kodiert werden können. Da ist nix mit µC.
    Der PCF7953/PCF7945 kann definitiv mit der passenden Hardware bespielt werden.
    Muss man machen (EEPROM und EROM/Flash), wenn man einen gebrauchten Schlüssel ans CAS anlernen möchte. Habe ich z.B. gemacht, um zwei Schlüssel für meinen nachgerüsteten Komfortzugang ans Fahrzeug anzulernen.
  • Adamo schrieb:

    saft6luck schrieb:

    Der original Akku ist übrigens ein VL2020
    hm, jetzt habe ich den 2025 bestellt :( soll ich noch stornieren und nach 2020 suchen?
    Wenn du das Gehäuse wieder verkleben willst, macht es evtl. Sinn, ja.

    CAG schrieb:

    Dann hat der Schlüssel also auch ROM/RAM und vor allem eine Firmware ? Denn aufspielbare und damit änderbare SW ist es, was üblw. einen µC charakterisiert, nicht jeder Chip ist zwingend auch ein µC. Dazu gehört üblw. auch der RFID. Der Rotz steckt auch in jeder EC-Karte, Perso, Zugangskontrollkarten und Betriebsausweisen, die kodiert werden können. Da ist nix mit µC.
    Natürlich hat der Schlüssel RAM/ROM, d.h. aber nicht, dass man da Firmware aufspielen kann (auch wenn man es sehr oft kann). Früher wurden für die Serienfertigung fast ausschließlich Maskenroms verwendet, heute ist Flash so langzeitstabil und SW so komplex, dass alles flashbar wird. Die uC in den EC-Karten sind inzweisch sowieso alles NFC Krypto-ICs, also natürlich Mikrocontroller.
    Alles RFID-Zeug, dass irgendwie sicher sein soll, muss aktiv Algorithmen abarbeiten und enthält Mikrocontroller. Die Größe spiel keine Rolle.