E60 550i besichtigt

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    • E60 550i besichtigt

      Hallo zusammen!
      Ich bin gerade auf der Suche nach zwei schönen 550i.
      Deshalb habe ich kürzlich den ersten möglichen E60 besichtigt, den ich später noch Probe fahren werde.
      Und zwar war es der hier: m.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=259993258
      Bei kurzem Kaltstart in der Halle ist mir aufgefallen, dass er etwas unrund lief und sich die Vibrationen gut im Innenraum bemerkbar machen (habe kein Gas gegeben). Meines angelesenen Wissens nach: VSD und KGE und eventuell Valvetronic kommen infrage? Lässt sich das bei einer Probefahrt zügig checken? INPA ist vorhanden.
      Meine Recherche (Vorbesitzer angerufen) ergab: Der Wagen hatte einen Frontschaden mit beiden Airbags - vorn Baun gefahren - den der Verkäufer leider etwas abgeschwächt als Haube und Stoßstange lackieren und Scheinwerfer tauschen erwähnt hat. Siehe Bilder, die ich mir aus AutoDNA.com gezogen habe. Worauf ist denn da zu achten? Die Bilder habe ich zwar erst nach der Besichtigung zu Gesicht bekommen. Aber er sah eigentlich gut repariert aus, einzig war noch ein bisschen Blech der Umgebung vom Längsträger vorne links eher gerade gebogen als getauscht.

      Für interessierte: WBANB510X0CN21749

      Danke und beste Grüße aus Essen
      Max

    • Tellur schrieb:

      Der Schaden war nicht wirklich schlimm, Karrosse oder Tragende Teile sind nicht betroffen.
      Sieht für mich anders aus.
      Sieht so aus als wäre der Querträger vorne etwas eingedrückt. Aber ja, schlimm ist anders.

      Coupe36 schrieb:

      Aber er sah eigentlich gut repariert aus, einzig war noch ein bisschen Blech der Umgebung vom Längsträger vorne links eher gerade gebogen als getauscht.
      Richten ist beim GRAV Aluminium Vorderbau generell nicht zulässig, da Alu schon bei kleinster Verformung seine Steifigkeit verliert. Ausnahme ist hier das vordere Stück vom Stützträger, bei leichter Verformung darf der gerichtet werden.

      Habe das ganze Galama schon hinter mir, mit komplettem Längsträger Tausch auf der Richtbank.

      Gibt es denn Rechnungen für die Instandsetzung? Oder sonst einen NAchweis , dass es fachmännisch repariert wurde.
    • Der Vorbesitzer hatte im Dezember den Unfall, von der Versicherung wurde er begutachtet und versteigert, der Händler hat ihn im Januar vermutlich ersteigert und instand gesetzt. Der Händler hat zur Instandsetzung keine Unterlagen angeboten (hatte ich weil ich den Schaden eben nicht kannte auch nicht erfragt), man weiß ja wie das abläuft um es günstig hin zu bekommen. :( Im autoDNA steht folgendes interessantes:

      2018-04-01 12 850 EUR gross VALUE / PRICE REPORTED 2018-01-08 9 550 EUR gross VALUE / PRICE REPORTED
      2018-01-08 AUCTION ANNOUNCED AS ACCIDENT CAR





      Hast du einen Anhaltspunkt dafür, wie ich einfach überprüfen kann ob der Längsträger gerichtet wurde bzw. noch der verunfallte schiefe ist?
      Hatte beim groben Hinsehen beispielsweise festgestellt, dass der Schlossträger (Link - Nr. 1) nicht so wirklich mit seinen ursprünglichen Schraubenabdrücken fest geschraubt war, also die Schraubenköpfe teilweise deutlich neben alten Abdrücken saßen.

      Ich versuche nachher einmal etwas genauer hinter die Kulissen zu schauen.
    • In der Anzeige wird nix erwähnt von Schäden also sehr unseriös...
      Hast du ihn drauf an gesprochen wie der Unfall wirklich aussah?
      Da bezweifle ich das die Airbags repariert wurden bestimmt eine blindklappe drauf und gut ist...
      Ich würd weiter suchen denn ohne vertrauenswürdige Rechnung von einer Werkstatt ist das nur Pfusch
    • Coupe36 schrieb:

      Hast du einen Anhaltspunkt dafür, wie ich einfach überprüfen kann ob der Längsträger gerichtet wurde bzw. noch der verunfallte schiefe ist?
      Wenn er ersetzt wurde, siehst du das. Der wird geklebt und genietet und anschließend mit der dunkelgrauen Grundierung lackiert. Eigentlich sollte man einen Unterschied beim Lack erkennen können bzw sehen, wo geklebt und genietet wurde.


      Coupe36 schrieb:

      Hatte beim groben Hinsehen beispielsweise festgestellt, dass der Schlossträger (Link - Nr. 1) nicht so wirklich mit seinen ursprünglichen Schraubenabdrücken fest geschraubt war, also die Schraubenköpfe teilweise deutlich neben alten Abdrücken saßen.
      Ist schonmal ein Indiz, dass hier etwas Verzogen ist. Wenn der vordere Abschnit vom Querträger fachmännisch getauscht wurde, sollten die Schrauben in etwa wieder an der gleichen Stelle sitzen. Für den Taushc wird eine Art kleiner Richtsatz an den Vorderbau geschraubt, sodass alles wieder den originale Rahmenmaßen entspricht.

      Ich würde nochmals nachfragen, ob er einen Unfall hatte, wenn er davon nichts weiß, besser schnell wieder vom Hof fahren.

      So auf die Schnelle würde ich das auch eher als unseriöses Angebot sehen.
    • Ben-G schrieb:

      Coupe36 schrieb:

      Hast du einen Anhaltspunkt dafür, wie ich einfach überprüfen kann ob der Längsträger gerichtet wurde bzw. noch der verunfallte schiefe ist?
      Wenn er ersetzt wurde, siehst du das. Der wird geklebt und genietet und anschließend mit der dunkelgrauen Grundierung lackiert. Eigentlich sollte man einen Unterschied beim Lack erkennen können bzw sehen, wo geklebt und genietet wurde.

      Coupe36 schrieb:

      Hatte beim groben Hinsehen beispielsweise festgestellt, dass der Schlossträger (Link - Nr. 1) nicht so wirklich mit seinen ursprünglichen Schraubenabdrücken fest geschraubt war, also die Schraubenköpfe teilweise deutlich neben alten Abdrücken saßen.
      Ist schonmal ein Indiz, dass hier etwas Verzogen ist. Wenn der vordere Abschnit vom Querträger fachmännisch getauscht wurde, sollten die Schrauben in etwa wieder an der gleichen Stelle sitzen. Für den Taushc wird eine Art kleiner Richtsatz an den Vorderbau geschraubt, sodass alles wieder den originale Rahmenmaßen entspricht.
      Ich würde nochmals nachfragen, ob er einen Unfall hatte, wenn er davon nichts weiß, besser schnell wieder vom Hof fahren.

      So auf die Schnelle würde ich das auch eher als unseriöses Angebot sehen.
      Danke für deine wertvollen Tipps. Interessanterweise sind die Fotos, die ich oben schon gezeigt habe, auch auf seinem Hof entstanden, d.h. er ist mit Sicherheit für die Instandsetzung verantwortlich.
    • Coupe36 schrieb:

      Danke für deine wertvollen Tipps. Interessanterweise sind die Fotos, die ich oben schon gezeigt habe, auch auf seinem Hof entstanden, d.h. er ist mit Sicherheit für die Instandsetzung verantwortlich.
      Ja dann verschweigt er den Unfall wohl bewusst. Bloß die Finger weg lassen, oder du weißt auf was du dich einlässt und drückst den Preis entsprechend.
      Noch ein Tipp:
      Als Indiz für einen verzogenen Pralldämfper, kannst du die Position der Hochdrückdüsen hinter den kleinen Abdeckungen in der Stoßstange nehmen. Beide mal aufklappen und schauen wo die Spritzdüsen sitzen. Sollte links und rechts genau gleich sein. Wenn nicht, ist der Pralldämpfer auch noch krumm.

      Wenn du noch Fragen zur Karosse hast, schreib mich einfach an, ich hab in dem Thema beim E6X mittlerweile etwas Erfahrung, wenn auch nicht freiwillig angeeignet :D
    • Also, kurzer Abschluss des Themas.
      Habe den Wagen heute Probe gefahren und mit Innpar ausgelesen.

      Der Unfall ist im Grunde gut repariert worden, aber nicht sehr gut, wie vermutet. Schwach ist, dass das Fahrwerk lt. Verkäufer ‚nichts abbekommen hat‘ und deswegen auch absichtlich nicht vermessen/eingestellt worden ist. Es war durchaus deutlich unpräziser und weniger geradeausfahrend als bei meinem 230tkm E61. Die Sensoren vorne (Night Vision, ACC) sind nicht fachmännisch justiert worden, dh Kamera steht schief und ACC streikt komplett, die aktivlenkung meldet sich mit Nulllagenfehler und ließ sich nicht mit gerade stehendem Lenkrad neu initialisieren, nur mit schief stehendem. Alles vermutlich Kleinigkeiten die bei BMW schnell gelöst sind. Der Lack ist super gemacht worden. Im DME stand was von Ruhestrom, aber nach löschen war der Fehler weg.

      Ein bisschen schwerwiegender ist:
      — Qualmen nach kurzem Ampelstehen.
      — Ruckeln vom 1. auf den 2. Gang.
      — Ich gebe zu, dass ich das erste mal einen N62 gefahren bin, aber er war meines Erachtens schwach auf der Brust, d.h. Ich denke er war sicher eine Ecke von 370 PS entfernt. Aus welchem Grund auch immer. Es gab keine Fehler hierzu, also mag ich mich irren.
      — Wartungsstau! Letzter Ölwechsel vor 35.000 km laut Ölzettel, das Checkheft geht nur bis 60.000 km. Kombi meldet in MINUS 6.000 km Öl & Fahrzeugcheck. Wahrscheinlich wurde da im Grunde nix gemacht. Das freut mit Sicherheit auch nicht die Vanos oder die VSD.
      — am Heck wurde er auch mal lackiert, da ist der Lack stellenweise ziemlich Stumpf und sicherlich zu heiss poliert worden.

      Ich habe den Verkäufer auf 10.000 gehandelt und bin mit schlechtem Gefühl von dannen. Ich werde ihn nicht kaufen und hoffe ich werde einem potenziellen weiteren Käufer das Leben erleichtern. Ich wollte keine 2-4.000 Euro den Reparaturen nach schieben während sich Getriebe oder Motor durchaus noch verabschieden könnten.

      Viele Grüße
    • Coupe36 schrieb:

      Der Unfall ist im Grunde gut repariert worden, aber nicht sehr gut, wie vermutet. Schwach ist, dass das Fahrwerk lt. Verkäufer ‚nichts abbekommen hat‘ und deswegen auch absichtlich nicht vermessen/eingestellt worden ist. Es war durchaus deutlich unpräziser und weniger geradeausfahrend als bei meinem 230tkm E61. Die Sensoren vorne (Night Vision, ACC) sind nicht fachmännisch justiert worden, dh Kamera steht schief und ACC streikt komplett, die aktivlenkung meldet sich mit Nulllagenfehler und ließ sich nicht mit gerade stehendem Lenkrad neu initialisieren, nur mit schief stehendem. Alles vermutlich Kleinigkeiten die bei BMW schnell gelöst sind. Der Lack ist super gemacht worden. Im DME stand was von Ruhestrom, aber nach löschen war der Fehler weg.
      Lass bloß die Finger weg von dem Karren.
      Das sind keine Kleinigkeiten die mal schnell bei BMW für ein paar Euro reparieren lassen kann.
      ACC Sensor justieren ist nicht billig (150-200€). Die Lenkung hat eventuell eins drauf bekommen, kann nicht repariert werden, nur kompletter Tausch, im Aftermarket nirgends zu bekommen, überall nicht lieferbar und bei BMW unbezahlbar.
      Der Fehler mit dem Ruhestrom kann auch wieder kommen. Nur weil er nach dem Löschen nicht sofort wieder abgelegt wird, heißt das nicht, dass die Ursache behoben ist.


      Coupe36 schrieb:

      Ich werde ihn nicht kaufen
      Einzig richtige Entscheidung!
      Der Wagen ist echt ein krasses negativ Beispiel für einen Gebrauchtwagen!
    • Das was nicht stimmen kann mit dem Wagen, muss angesichts des Preises doch klar gewesen sein. Liest man sich mal die Extras durch, die geordert worden sind und vergleicht mit anderen 550i, muss das doch auffallen?
      Selbst wenn man auf 10T€ kommen würde, scheint der Wagen nie sonderlich gut behandelt worden sein. Eigentlich schade drum :(
    • Vassago Das mag stimmen das der Preis niedrig ist aber was der Verkäufer macht ist nicht in Ordnung.
      Man sollte das in der Anzeige schon als Unfallwagen präsentieren und nicht so tun als wäre nix gewesen.
      Bisschen nachlackieren :lol:

      Für mich ist das eher Krimi.......