Beiträge von Zlatko

    Na hoffentlich wurden die Pleuelzapfen an der Kurbelwelle nur vorsorglich mit einem Schleifband überschliffen und nicht aufgrund eines zu spät gemachten Pleuellagerwechsels?


    Preis ist recht stramm, weiß aber nicht im Detail wie die Lage in der Schweiz aussieht. Wie ist das Auto denn sonst konfiguriert und erhalten? Erfahrungsgemäß bekommen die M5 ab Erstzulassung permanent auf die Fresse.


    Wurde am SMG Getriebe bereits der Nehmerzylinder erneuert? Die werden im Alter undicht, dann läuft Hydrauliköl in die Getriebeglocke und es lässt sich kein Gang mehr einlegen. Knapp 600€ Material und einige Stunden Arbeit (Getriebe ausbauen).


    Ansonsten kommen wie bei jedem Motor irgendwann die Zündspulen (nur bei BMW für 120€/Stk.) und zusätzlich im Alter auch die s.g. Ionensteuergeräte. Die schlagen mit 2 x 250€ zu Buche.

    Hallo,


    habe mal wieder einen N53 mit dem typischen Problem "ruckelt nach Kaltstart/Start" behandelt und ein paar Fotos als Beispiel gemacht.


    Fehlerspeichereinträge: Gemischregelung Bank 1 (Gemisch zu fett, Integrator bei -23,5%). In den Injektoradaptionen konnte man keinen Injektor als Defekt ausmachen.


    Bei 8 von 10 Kaltstarts läuft der Motor die ersten 20-30 Sekunden urnund, sonst fehlerfrei. Bei Warmstarts tritt das Problem nur selten auf.


    Defekt: min. ein Injektor "kalt" undicht. Womöglich ist er auch im heißem Zustand undicht, sieht/merkt man dann aber kaum, da das Benzin in diesen Mengen einfach verdampft.


    How to Diagnose: nach einer Fahrt mit Erreichen der Betriebstemperatur Motor komplett abkühlen lassen (bspw. über Nacht) und dann Zündkerzen ausbauen und schauen, welcher Kolben und Injektor feucht sind.


    Hier der feuchte Kolben Zylinder 3:


    Image_2024-08-19 11_41_34_320.jpeg


    Feuchte Injekotspitze Zylinder 3 inkl. komplett ausgewaschenem Bereich um den Injektor herum:


    Image_2024-08-19 11_41_50_589.jpeg



    Hier als Vergleich Zylinder 1 ohne Undichtdichtigkeiten:


    Image_2024-08-19 11_48_53_333.jpeg


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    Um die Injektorspitze herum glänzen Ölablagerungen - die Spitze selbst ist aber komplett trocken! Wichtig!


    Jetzt startet man den Motor kalt und aufgrund vom überschüssigen Kraftstoff in Zylinder 3 humpelt der Motor wie jeden Morgen. Nach 5 Sekunden "humpelnd" abstellen.


    Der Zustand in Zylinder 3 hat sich drastisch verschlimmert:


    Image_2024-08-19 12_04_35_301.jpeg


    Es schwimmt unverbrannter Kraftstoff auf dem Kolben. Der Injektor spuckt förmlich Kraftstoff rein. In den nächsten ~20 Sekunden hätte es der Motor geschafft das zu beseitigen.


    Anmerkung: schon beim Ausbau der Zündkerze von Zylinder 3 (komplett kalt und auch nach 5 Sek. Kaltlauf) hat die Kerze stark nach Benzin gerochen. Richtig schwarz/nass ist sie logischerweise erst nach dem Fluten und den 5 Sek. Kaltlauf.


    Alle anderen intakten Zylinder sind nach 5 Sek. Kaltlauf komplett trocken und sauber. Lediglich die Kerzen sind etwas dunkler.


    An diesem Beispiel war der Injektor 3 damit kalt komplett undicht, Injektor 2 ebenfalls "leicht". Über Nacht war nichts zu sehen, allerdings war auch Zylinder 2 nach 5 Sek. Kaltlauf leicht nass. Zylinder 1 - der oben als intakt gezeigt wird - war stets trocken, auch nach dem kurzen Kaltlauf. Ebenso wie Zylinder 4, 5 und 6.


    Zusammenfassung:

    - Auto warmfahren und über Nacht stehen lassen

    - Zündkerzen ausbauen und in die Zylinder schauen

    - Zylinder die feucht sind => Injektor undicht

    - Motor starten und 5 Sek. laufen lassen

    - erneut alle Zylinder inspizieren


    Ja, man benötigt ein Endoskop - es reichen aber die einfachen Geräte ohne schwenkbaren Kamerakopf um die Kolben anzuschauen. Also auch die Lidl/Aldi Geräte reichen locker.


    Meines hat einen schwenkbaren Kopf um auch die Ventile und Injektoren zu inspizieren. Diese beschriebene Fehlerbild ist das h


    PS: traditionell hat BMW die Injektorpreise nochmals etwas angehoben. Zielstrebig geht es in Richtung 500€/Stk.

    Umso wichtiger: das defekte Bauteil exakt zu ermitteln, Rundumschläge kosten richtig Asche.

    530ixA LCI im Alltag mit 60% Stadt und 40% Überland ca. 10,5 Liter.

    Auf Langstrecke (Urlaub) sind es etwa 8. Der Vorgänger (525iA N52) hat auch auf Urlaubsfahrten um die 9 gebraucht.


    M5 im Alltag (50% Stadt, 50% Überland) etwa 19 Liter.

    Auf Langstrecke mit 80% Landstraße sind es etwa 14 Liter.

    Ein funktionierender NOX Sensor bzw. ein Emulator sorgen nicht automatisch für einen reibungslosen Schichtladebetrieb.


    Wenn bspw. Laufunruhe im Schichtladebetrieb erkannt und im FS abgelegt wird (Injektoren fehlerhaft, keine MKL!) läuft er maximal und auch nur kurzzeitig im Homogen-Schichtbetrieb mit Lambda 1,5 - 1,8. Da kommt der Effekt von niedrigem Verbrauch dann nicht komplett zum Vorschein.


    Erst bei fehlerfreiem Schichtladebtrieb mit Lambda >2,5 zeigt der komplette Müll seine Wirkung und ein 530i N53 bspw. entpuppt sich zur eierlegenden Wollmilchsau. Viel Kraft, auch heute noch flott, VMax immer 250 und im gemischten Alltag 9 Liter mit Allrad und Automatik...


    Das ist im Vergleich zum M54 und N52 in jeglicher Hinsicht bemerkenswert. Der durchschnittliche Leidensweg ist es halt aber auch.

    Hallo zusammen,


    da sich die Fälle häufen wird es Zeit das mal im Forum niederzuschreiben:


    Sehr viele E6x haben einen Denso 7SBU17C Klimakompressor verbaut und dessen Mitnehmerscheibe ist ähnlich wie ein Schwingungstilger aufgebaut.


    Der Magnetring (außen) ist über eine Gummierung mit dem mittigen, verzahnten Mitnehmer verbunden. Das ist ein ähnliches "Verschleißteil" wie die Schwingungstilger an der Kurbelwelle, die bspw. vermehrt bei den Dieseln zerfliegen können.


    So passiert es auch mit der Mitnehmerscheibe am Klimakomprssor.


    Anbei am jüngsten Beispiel eines 2008er LCI. Die Gummierung ist konplett zerstört und Aussen- und Innenteil sind gar nicht mehr richtig miteinander verbunden.


    Folge: Aussenring wird über den Magnet angezogen, das Mittelstück = die Kompressorwelle wird aber gar nicht korrekt angetrieben = Klima ohne Funktion!


    Bei BMW gibt es keine Einzelteile, im Zubehör findet man allerdings passende Ersatzteile. Man muss auch nicht die kompl. Magnetkupplung kaufen, es gibt auch die Mitnehmerscheibe einzeln.


    Wichtig: muss passend für den 7SBU17C (!!) ausgewiesen sein. Nur ein anderer Buchstabe und das Teil passt nicht!


    Austausch dauert etwa 15 Minuten:

    - Fahrzeug anheben

    - Unterbodenschutz ab

    - mit einer Ratsche und Nuss (SW10) an der Schraube ansetzen

    - mit einer Kneifzange am Innenring der Mitnehmerschraube gegenhalten - Lösemoment ist recht niedrig

    - Schraube lösen und rausdrehen

    - Mitnehmerscheibe nach vorne abziehen

    - Achtung! Zwischen Mitnehmerscheibe und "Welle" vom Kompressor befindet sich eine kleine Unterlagscheibe als Distanzstück! Mit ausbauen!

    - dieses Distanzstück in die neue Mitnehmerscheibe einlegen

    - Mitnehmerscheibe auf die Kompressorwelle aufschieben

    - Abstand zum Magneten prüfen: sollte ca. 0,5 mm sein. Hauptsache die Mitnehmerscheibe lässt sich frei drehen und streift nicht am dahinterliegenden Magneten

    - Schraube mit etwas Loctite bestreichen und festziehen! Bei SW10 nicht übertreiben!


    Diese verbaute Unterlagscheibe ist im Werk auf den originalen Mitnehmer abgestimmt worden und sorgt für den korrekten Abstand des Mitnehmers und dem Magneten. Ich konnte die originale Scheibe bisher immer wiederverwenden und hatte in Verbindung mit dem neuen Mitnehmer einen korrekten Abstand inkl. Freigängigkeit!


    Man kann auch von oben arbeiten, dazu Haubenschlossträger und E-Lüfter ausbauen. Von unten muss abgesehen von der Verkleidung nichts demontiert werden.


    Anbei auch die Beschreibung und Skizze des Ersatzteils. Wenn man aber nach "Mitnehmerscheibe 7SBU17C googelt findet man auch weitere Shops die das Teil anbieten. Preis zwischen 20 - 30€.


    Die Magnetkupplung und auch der Kompressor selbst sind zu 99% in Ordnung und müssen nicht(!) ersetzt werden. Aus einem 730€ Kostenvoranschlag werden so 30€ + 15 Minuten Arbeit.


    Auch vor Kältemittelaustritt braucht man keine Angst haben. Magnetkupplung und Mitnehmer haben nichts mit dem Kältemittelkreislauf zu tun. Alle weiteren Bauteile sind mit Sprengringen gesichert.


    Bilder:


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    Ich denke nicht dass das bedenklich ist, ist bei mir aber - auch nach 7 Jahren "täglichem" Einsatz - definitiv besser. Leer rasten meine zeitgleich ein, ebenfalls wenn das Auto schön mittig steht. In deinem Video steht der E60 sehr mittig - da wäre meine auch synchron.


    Habe mich nie näher damit beschäftigt, da unauffällig...

    Hallo Paladin,

    habe gelesen dass du eine Scherenhebebühne von Krömer hast.

    In einen Beitrag hast du erwähnt dass die Sicherheitsschalter für das einrasten nicht Synchron sind. Habe seit ner Woche auch die Krömer Fulda mit dem selben Problem dass ca. 0,5sec versetzt die einrasten. Laut Krömer soll das normal sein. Bei nem Kumpel mit der selben Hebebühne laufen die aber komplett Synchron. :rollen:  ;(

    Hast du irgendeine Lösung gefunden oder so gelasen?!

    Hast Du das leer oder belastet getestet?


    Habe ebenfalls eine Fulda (seit 2017) und es hängt in der Praxis davon ab, wie mittig das Fahrzeug platziert wird. Ein Versatz von 0,5 Sekunden ist im Alltag häufig normal, da man nie 100% mittig trifft.


    Leer ist meine aber auch sehr synchron.

    Auf keinen Fall einen 520i N43 kaufen. Der ist noch eine Schippe schlimmer als der N53. Im Grunde ist alles gleich schlecht, nur kommen noch Steuerkettenprobleme on top. Und zwar bei jedem.


    Zudem scheiss Sound und wenig Leistung von Hau aus! Finger weg!