E60 525d (M57): Leistungsverlust bei warmem Motor in Kombination mit elektronischem Piepen im Motrorraum - beides aufgetreten nach Turbolader-Tausch

  • Hallo,


    Vorweg, ich hoffe, dass dies das richtige Unterforum ist: Ich habe zwar ein Motorproblen, bin mir aber nicht ganz sicher, ob die Ursache wirklich mechanischer Natur ist oder elektronisch durch ein Steuergerät verursacht werden könnte.


    Ich bin erst kürzlich auf dieses Forum gestoßen und hoffe, dass mir hier jemand mit Expertise zur Seite stehen kann. Ich versuche mein Problem möglichst gut zu beschreiben, möchte aber dazusagen, dass ich Laie bin und daher manches vielleicht nicht optimal ausdrücke. Ich habe zwar ein gewisses technisches Verständnis, bin jedoch weit von der Kompetenz eines Mechanikers oder echten Schraubers entfernt. Ich habe auch privat keine Auslesegeräte oder ähnliches Spezialwerkzeug.


    Zunächst zum Auto: BMW E60 525d (Erstzulassung 02/2005) Limousine Automatik, Motor müsste der M57 D25TÜ sein, Laufleistung ca. 255.000 km.


    Vorgeschichte: Im Juni wurde der Turbolader getauscht, ob das für das weitere relevant sein könnte, weiß ich nicht sicher - aber zur Sicherheit wollte ich es erwähnen. Probleme hatte ich beim Fahren keine, aber der TÜV bestand darauf wegen Ölundichtigkeit und dadurch Verkokung, weswegen auch der Ansaugkrümmer getauscht wurde. Es wurde ein neuer Turbolader eingebaut, kein Austauschturbo. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es beim M57 zwei unterschiedliche Turbolader-Typen - welcher verbaut wurde weiß ich leider nicht. Reparatur erfolgte bei einer Original-BMW-Werkstatt.

    Fehlerbeschreibung: Kurz danach fing an, dass der Wagen bei hohen (Außen-)Temperaturen oder wenn er mindestes ca. 20 km gefahren wurde nach dem Abstellen piepte (elektronisches Geräusch, Dauer 0,5 Sekunden, Wiederholung ca. alle 3 Sekunden). Hundertprozentig kann ich es nicht lokalisieren, aber ich gehe von Motorraum auf der Beifahrerseite aus, eventuell ein Steuergerät hinter dem Radkasten (gäbe es dort welche?). Dieses Piepen hielt von wenigen Minuten bis teilweise über einer Stunde an. Im Juli bin ich dann zwei längere Strecken (je ca. 200 km) gefahren, nach ca. 75 min Fahrzeit bzw. 120 km stellte sich ein Leistungsverlust ein. Der Wagen beschleunigte nicht mehr richtig (es fühlte sich so an, als ob der Wagen ohne Turbo-Unterstützung fahren würde). Im CheckControl wurde jedoch nie ein Fehler angezeigt. Nachdem der Motor abgekühlt war, fuhr er wieder normal. Das Piepen hielt allerdings auch deutlich an, mindestens 8-10 Stunden, wenn ich mich recht erinnere.


    Besuch in der BMW-Werkstatt im Juli: Erste Vermutung des Mechanikers 'piepen ist vergebliche Ansteuerung von Turbolader/VTG-Steller oder AGR-Ventil'. Die weitere Diagnose in der Werkstatt führte dann jedoch zu einem Austausch der Drosselklappe - damit sollte angeblich alles gelöst sein, sowohl Leistungsverlust als auch Piepen ...


    Fehlerbeschreibung - Teil 2: Kurz danach stellte sich das Piepen jedoch erneut wieder ein. Fahrverhalten im Kurzstreckenbetrieb (bis ca. 30 km) dabei vollkommen unauffällig. Da ich allerdings länger auf Dienstreise musste, konnte ich nicht direkt wieder zur Werkstatt fahren und nachfragen. Heute morgen bin ich dann erstmals wieder meine 200 km Pendelstrecke gefahren - erneuter Leistungsverlust nach ca. 75 min bzw. 120 km. Das Piepen hat auch heute den ganzen Tag nicht aufgehört.


    Gibt es Ideen oder Erfahrungen mit sowas? Danke schon mal im Voraus.

  • Ostwestfale

    Hat den Titel des Themas von „Leistungsverlust bei warmem Motor in Kombination mit elektronischem Piepen im Motrorraum - beides aufgetreten nach Turbolader-Tausch“ zu „E60 525d (M57): Leistungsverlust bei warmem Motor in Kombination mit elektronischem Piepen im Motrorraum - beides aufgetreten nach Turbolader-Tausch“ geändert.
  • Hi,

    ich bin mir nun selbst nicht sicher unter der Annahme, dass du einen elektronischen Ladedrucksteller hast. Könnte es dieser sein. Ich hatte bei meinem 530d mal das Problem das der LDS (Ladedrucksteller) bzw. der Stellmotor bei Hitze einfach den Geist aufgegeben hatte. Ich hatte auch keine Warnmeldung oder ähnliches.


    Festgestellt habe ich es über zwei Wege, der erste ist ein hinterlegter Fehler im Speicher, der elektronische Ladedrucksteller wirft entsprechende Fehlermeldung, auswendig weiß ich diese nicht mehr.

    Zweitens ist beim Beschleunigen bei mir die Verbauchsanzeige (im Kombiinstrument) nie über die Mitte hinausgelaufen. An ein dauerhaftes Piepen kann ich mich nicht erinnern.

    Geholfen hatte bei mir der Ausbaus des LDS und eine Reparatur bei einem Turbo Doktor. Dieser hatte den Stellmotor getauscht.

    Du schreibst der Turbo wurde getauscht i.d.R. wird dann auch der Ladedrucksteller mit getauscht, alles andere wäre m.E. sehr ungewöhnlich. Unter der Ann. das dies der Fall ist würde ich in die Werkstatt die es getauscht hat gehen und dort sagen auslesen Fehlerprotokoll geben und dann wenn da Ladedrucksteller, Regelabweichung Ladedruck oder vgl. steht eine Nachbesserung verlangen.


    Kannst du schauen was genau verbaut oder getauscht wurde? Du sagtest das Auto wurde ausgelesen, hast du das Protokoll?

    Kannst du ermitteltn ob bei dir ein elektronisch gesteuerter LDS verbaut ist?


    Ist das Problem kurz oder gleich nach dem Turbo tauche aufgetreten?

  • Hallo, danke für die Antworten.


    M57_Tourer: Das Video hat leider aktuell bei dem Wind nicht geklappt. Statt des Piepens höre ich da nur die Windgeräusche.


    MaxHassler:
    1) Wenn ich mich recht erinnere, ist das Piepen das erste Mal aufgetaucht, nachdem ich die erste längere Strecke (200 km) nach dem Turbo-Tausch gefahren bin, die Leistungsverluste kamen erst einige Wochen später hinzu (wobei ich zwischendurch 3 Wochen auf Dienstreise war und das Auto da nur stand). das war dann vielleicht so auf der vierten längeren Strecke oder so.
    2) Einen 'klassischen' Ladedrucksteller habe ich nicht, sondern es wird über einen Variable-Turbinengeometrie-Lader (VTG) geregelt. Dieser VTG wurde zusammen mit dem Turbolader getauscht bzw. ist wohl ohnehin eine Einheit. Das gesamte Protokoll habe ich nicht, allerdings habe ich mit dem Serviceleiter telefoniert. DerStandard-ladedruckfehler (3F57) war mehrmach im ISTA abgespeichert, wohl aber immer nur als temporärer Fehler. Hingegen waren die beiden Drosselklappensteller-Fehler 483D und 3F62 wohl als permanent markiert, weshalb man hier ersetzt hat. Der VTG wurde zwar auch durchgemessen (Elektrik, Ansteuerung, Sensoren) und der LAdedruck gemessen. Da dies in der Werkstatt (dann aber wohl im relativ kalten Zustand) alle ohne Befund war und der Turbo/VTG neu waren, hatte man dies als einen Sekundärfehler ausgelöst durch die Drosselklappen-Fehlfunktion angesehen.


    Ich habe heute noch einmal mit dem Werkstattleiter telefoniert. Ende nächster Woche wird sich das noch einmal unter den neuen Gesichtspunkten angeschaut. Wenn es am VTG liegt dürfte es auf einen Garantiefall hinauslaufen.

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