BMW 530xi LCI N53B30 29F1 Kraftstoffdruck zu Hoch

  • Ich fahre einen BMW 530xi E60 mit dem N53B30 Motor. Der Motor läuft einwandfrei und hat sechs Injektoren mit Index 11 verbaut. Kaltstart und Fahrverhalten sind problemlos.


    Das Problem tritt auf, wenn ich den Motor betriebswarm abstelle und dann wieder starte:

    • Sofort Notlauf und schlechte Gasannahme.

    • Wenn ich direkt ein wenig Gas gebe, tritt der Fehler nicht auf.

    • Falls ich sofort anfahre, stottert er bis ca. 2000 U/min, doch ab 3000 U/min läuft er wieder normal – und der Fehler bleibt bis zum nächsten Warmstart aus.


    Ich lese oft von Hochdruckproblemen mit zu niedrigem Druck, aber ich habe den Fehlercode 29F1 – Kraftstoffdruck zu hoch.

    Das ist auch der einzige Fehler, der hinterlegt wird.


    Raildrucksensor wurde bereits ausgetauscht


    Hat jemand ein ähnliches Problem gehabt oder eine Idee zur Ursache?

  • Ich denke, ich habe das Problem gefunden. Es liegt nicht an der Hochdruckpumpe, sondern an der Pumpe im Tank. Laut meinen Recherchen sollte die elektrische Kraftstoffpumpe konstant 5 bar liefern, mit einer Toleranz von ±0,6% (4970 - 5030 hPA). Allerdings habe ich festgestellt, dass der Druck im Leerlauf je nach Fahrzeugstand und Tankfüllstand zwischen 4,5 und 6 bar schwankt. Dadurch scheint auch der Raildruck vorne unregelmäßig zu werden, vermutlich weil das System versucht, die Schwankungen auszugleichen. Wenn die elektrische Kraftstoffpumpe tatsächlich konstant 5 bar liefert, habe ich auch einen stabilen Raildruck von etwa 200 bar.


    Hatte jemand schon einmal ein ähnliches Phänomen? Könnte die Ursache an der Pumpe selbst oder möglicherweise an dem Filter o.ä liegen? Muss man den Tank ausbauen um an die Pumpe zu kommen?

  • Ich denke, ich habe das Problem gefunden. Es liegt nicht an der Hochdruckpumpe, sondern an der Pumpe im Tank. Laut meinen Recherchen sollte die elektrische Kraftstoffpumpe konstant 5 bar liefern, mit einer Toleranz von ±0,6% (4970 - 5030 hPA). Allerdings habe ich festgestellt, dass der Druck im Leerlauf je nach Fahrzeugstand und Tankfüllstand zwischen 4,5 und 6 bar schwankt. Dadurch scheint auch der Raildruck vorne unregelmäßig zu werden, vermutlich weil das System versucht, die Schwankungen auszugleichen. Wenn die elektrische Kraftstoffpumpe tatsächlich konstant 5 bar liefert, habe ich auch einen stabilen Raildruck von etwa 200 bar.


    Hatte jemand schon einmal ein ähnliches Phänomen? Könnte die Ursache an der Pumpe selbst oder möglicherweise an dem Filter o.ä liegen? Muss man den Tank ausbauen um an die Pumpe zu kommen?

    Nach diesen neuen Informationen: Wieviel Km hat das Auto? Die Intankpumpe könnte bei sehr hoher Km Laufleistung eine Fehlerquelle sein. Allerdings wird der Hochdruck ausschließlich durch die HDP geregelt über das Mengenregelventil, sollte das "Klemmen" wird der zu Hohe Druck über das Überdruckventil der HDP zurück in den Tank gefördert.

    Du kannst das Überprüfen wenn Du während der Fahrt die Daten aufzeichnest, bzw. mit Hilfe eines Beifahrers direkt ausliest und der Fehler Reproduziert werden kann.

    Wenn dann der HDP Druck zu Hoch angezeigt wird auf den Druck der Intankpumpe achten ob dieser dann Schwankt.

  • Gestern habe ich mir als Beifahrer gezielt die Daten angesehen. Mit nur ein paar Messwerten ist es jedoch schwierig, eine eindeutige Aussage zu treffen. Meiner Einschätzung nach bleibt der Raildruck konstant bei 200 bar, solange der Druck hinten stabil bei 5 bar liegt. Sobald der Druck hinten über 5 bar schwankt, variiert der Raildruck vorne zwischen 180 und 230 bar, während der Druck hinten ebenfalls zwischen 4,5 und 6 bar schwankt.


    Ich bin mir nicht sicher, ob die Ursache dafür die Hochdruckpumpe oder die elektrische Kraftstoffpumpe ist. Allerdings spricht eher für die elektrische Kraftstoffpumpe, dass sich der Druckwert offenbar auch in Abhängigkeit von der Fahrzeuglage und dem Fahrzeugstand verändert.


    Gestern bin ich beispielsweise einen Berg hochgefahren, habe angehalten und das gleiche Phänomen beobachtet. Als ich dann den Berg wieder herunterfuhr – also mit dem Heck höher gelegen – hatte ich erneut konstante 5 bar hinten und damit auch stabile 200 bar Raildruck vorne.


    Gibt es eine andere Möglichkeit, das genauer zu überprüfen?

  • Ich finde es komisch das eine Intankpumpe die recht alt ist plötzlich mehr Druck bringen soll wie eine neue. Ist auf jeden Fall selten.

    Bei deinem Auto wird die Pumpe leistungsabhängig geregelt. Ich schätze mal das in der Regelung das Problem liegen könnte.

  • Lese den Tankihalt der beiden Tankhälften aus und schau ob der Fehler nur bei niedrigem Füllstand in der Beifahreseite, also rechts, Auftritt und in der linken Tankhälfte, Fahrerseite, der Füllstand höher als rechts Angezeigt wird. Sollte das so sein, würde ich auf die Tankpumpe Tippen die den Sprit nicht mehr von links nach rechts Fördert. Bei schneller Kurvenfahrt kann trotzdem Sprit von links nach rechts fließen und somit für Verwirrung Sorgen bzgl. der Tankpumpe. Der Sprit zur HDP wird nur von der rechten Tankhälfte gefördert!

  • Ich würde wie folgt auf die Fehlersuche gehen:

    Du könntest den Raildrucksensor mal Abstecken, das Mengenregelventil wird dann abgeschaltet da das Signal vom Raildrucksensor fehlt, der Motor läuft aber trotzdem.

    Wenn dann die Aussetzer beim Anfahren weg sein sollten würde das auf die HDP als Fehler zeigen da dann der Druck max. 50 Bar beträgt für den Notlauf, das Mengenregelventil ist ja abgeschaltet, zu hoher Druck wird über den Bypass abgeleitet, sollte der Motor immer noch Ruckeln könnte auch ein klemmendes Bypass Ventil in der HDP der Fehler sein. Beide, Regelventil und Bypassventil, sind Teile der HDP und nicht einzeln zu wechseln.

  • Ich würde wie folgt auf die Fehlersuche gehen:

    Du könntest den Raildrucksensor mal Abstecken, das Mengenregelventil wird dann abgeschaltet da das Signal vom Raildrucksensor fehlt, der Motor läuft aber trotzdem.

    Wenn dann die Aussetzer beim Anfahren weg sein sollten würde das auf die HDP als Fehler zeigen da dann der Druck max. 50 Bar beträgt für den Notlauf, das Mengenregelventil ist ja abgeschaltet, zu hoher Druck wird über den Bypass abgeleitet, sollte der Motor immer noch Ruckeln könnte auch ein klemmendes Bypass Ventil in der HDP der Fehler sein. Beide, Regelventil und Bypassventil, sind Teile der HDP und nicht einzeln zu wechseln.

    Danke für die ausführliche Anleitung,

    werde es ausprobieren.


    Bei mir ist ähnliches Problem

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