Welchen E61/ Beziner für Daily? (evtl. E39?)

  • Hi zusammen, nachdem ich Ende des Jahres mich vergrößert habe und der E61 weichen musste habe ich mich hier nicht mehr gemeldet. Irgendwie immer noch etwas traurig. Das war so ein schönes Auto mit allen Extras und so bequem.

    Jetzt hat mein Kumpel mir mitgeteilt, dass er auf der Suche nach einem 5er Touring ist. Er fährt nicht viele KM und will auch deswegen gerne einen Benziner haben.

    Automatik oder Schalter ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist ein sehr zuverlässiger Motor. Da ich bisher nur kurzzeitig einen 523i hatte, der recht viel Öl geschluckt hat und sonst mehr mit dem M57 zu tun hatte, dachte ich, dass ich mal hier frage, welche Motoren sich denn als sehr zuverlässig erwiesen haben.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    LG Benny

  • Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen - wenn das Auto dann auch noch "günstig in der Unterhaltung" sein soll und dein Kumpel sonst keine Anlaufstellen außer dir hat, wenn mal die doch nicht unerheblich wenig verbaute Elektrik Zicken macht, orientiere ihn mal lieber auf was anderes "kombimäßiges". Die Gebrauchten, die aufm Markt sind, haben fast alle mittlerweile ihre Laufleistungen und damit ihre Zipperlein - "so bequem" und "die ganzen Extras" mal dahingestellt. Wenn er sich doch einen anschauen sollte, dann bei den Benzinern eigentlich quasi "jeden Motor", der noch keine Injektoren hat - denn hats mit denen was, ist aktuell nirgends originaler Ersatz zu bekommen und das Auto steht dann quasi (nur rum). Je weniger Laufleistung dann son Benziner mit "noch nicht Injektor" hat, um so besser - aber auch da wirds aufm Markt dünn werden.

    Eigentlich sollte er sich Richtung M54-Motorisierung umsehen, denn die haben dann wenigstens auch noch nen Ölmessstab (wenn er das so gewöhnt ist) - und wenn er wenig fährt, sollte auch ne Motorisierung bis 192PS ausreichend sein. Das sind noch zuverlässige Motoren mit weniger "Überraschungen" als dann die späteren N-Baureihen ...

  • Kann man so sagen - der M54 ist der Nachfolger vom M52 bei den Benzinern ... und quasi noch so "standfest" wie unsere bekannten M50. Und der meines Wissens letzte Motor, der noch nicht über "Elektronik" und umständliches Menü-Abfragen seinen aktuellen Ölstand preis gibt - weil er nen Ölmessstab hat noch. Und vom "Ölfrass"-Problem der späteren Generationen mit den bekloppten dünner gemachten und damit schneller verkokenden und versottenden Ölabstreifring-Problemen scheint der M54 auch noch nichts zu haben. ABER - ist eben die "erste" Generation im E60/61, damit sehr frühe VFL und damit eben auch schon "älter". Wer damit leben kann, kommt sicher gut damit klar.

    Stöbert man maln bissl zum M54, stößt man auf diese Information ...

    "Die 3-Liter-Ausführung M54B30 war von 2001 bis 2003 auf der jährlich erscheinenden Liste „the 10 Best Engines“ des amerikanischen Fachmagazins „Ward's Auto World“."


    Und Euro4 war mit diesem Motor eben auch schon möglich, hinsichtlich Steuern - der spätere N52 hat auch nur ne Euro4, hat aber mehr "Zicken" und frisst mehr Öl und hat keinen Ölmessstab.

    So besehen scheint also der M54 beim frühen VFL durchaus ne Wahl, die man in Betracht ziehen sollte.

    Natürlich isses dann kein "Racer" bei dem Fahrzeuggewicht der 60er-Baureihe, aber absolut alltagstauglich.

    Hätte es zum Zeitpunkt meiner Suche nach nem 5er als Touring nen M54-Motorisierten gegeben, wäre der meine Wahl gewesen, statt dem N52, der jetzt in der Kiste werkelt.

  • Ehrlich gesagt würde ich mir keinen E60 und schon gar keinen mit N53 Motor mehr kaufen auch wenn es Spaß macht ihn zu fahren. Zuviel Elektronik und wenn ich mir die komplette Fehlkonstruktion der Abgasanlage anschaue fällt mir nichts mehr ein. Vier Katalysatoren an einen neu Konstruierten Motor N53 damit er die Abgasnorm 4 schafft, die schon der alte Motor hatte mit 2 Katalysatoren das ist innovativ. Als 2m Mann würde ich mir das nächste mal einen guten Siebener aus den Neunzigern hatte ich als Dienstwagen kaufen, der Fünfer war mir als Fahrer zu klein. Das Problem ist bei älteren Autos, einen zu finden der keine Bastelbude bzw. Rostlaube ist.

  • Vielen Dank!

    Das sind hilfreiche Infos! :top:

    Ich habe ihm auch schon geraten, vielleicht noch bei den E39 zu schauen. Die haben noch standfestere Motoren und nicht so viel Elektrik-Zicken. Mal schauen was es wird.

    Dem kann fast uneingeschränkt beipflichten. Mit einer Ausnahme… Rost. Die e39 Touring haben werkseitigen Schwachstellen (Schwellerspitzen, Wagenheberaufnahmen, Radläufe, Heckklappe, Türkanten), die nur selten dauerhaft in den Griff zu bekommen sind. Die wenigen rostfreien, sind unverhältnismäßig teuer.


    Mein e39 ist/war neben zwei anderen Modellen mein zuverlässigster BMW. Mein e61 (mit M54B25) ist bis jetzt eine wirkliche Katastrophe, hat in den wenigen Monaten Besitz mehr gekostet, als mein e39 über die letzten 12 Jahre.


    Zur eigentlichen Frage…

    Den M54 (525i) kann ich als Touring grundsätzlich empfehlen, im e39 ist der Motor gefühlt lebendiger, verbraucht ca. 0,5-1 Liter weniger (zumindest bei mir).


    Der M54 kann zu Ölverbrauch neigen, vor allem wenn das „tolle“ 5W30 (z.B. Castrol) nur alle 30.000km gewechselt wurde (verkokte Kolbenringe).

    Eine gute Grundlage ist, wenn der Vorbesitzer 5W40 alle 10.000-15.000km gewechselt hat.


    Ab 180.000km kommen beim M54 oft die Sensoren (LMM, NWS,KWS), die KGE und die DISA ist auch ein Thema, oft ist auch Falschluft (ansaugseitig), eine undichte VDD und Ölgehäusedichtung ein Thema. Bei 225.000km waren die Lagerschalen der Zylinder 5&6 an der Grenze. Aktuell hat mein e39 weit über 300.000km runter, Motoren-/Getriebeseitig absolut top.


    Mein M52 kennt bis auf die Vanos keines dieser Themen.


    Wenn man das Thema Rost in den Griff bekommt, definitiv e39.

  • Mein e61 (mit M54B25) ist bis jetzt eine wirkliche Katastrophe, hat in den wenigen Monaten Besitz mehr gekostet, als mein e39 über die letzten 12 Jahre.

    Kannste aber wahrscheinlich weniger dem Auto anlasten als dem/den Vorbesitzern, die offensichtlich einen Wartungsstau haben aufkommen lassen.

    Kann man also nicht pauschalisieren.

    Auch ich kämpfe mit den Sünden der 5 Vorbesitzer - wenn ich aber erstmal durch bin mit den aktuellen Instandsetzungen und Mängelbeseitigungen, die ich "mitgekauft" habe, glaube ich schon, dass bis auf die unvorhersehbaren "Diven-Sperenzchen" der E61 dann wieder ne Weile recht "wartungsarm" werden könnte. Bis halt auf die konstruktiven (Dauer)Probleme, die der antreibende N52 bei BMW mitbekommen hat, wie anhaltender Öl-Fraß auf Grund völlig bescheuert konzipierter, unterdimensionierter Ölabstreifringe usw., recht verbauter, wartungsfeindlicher Komponenten ... (wofür ich zu gern mal so nen "Konstrukteur" zu Kreuze kriechen lassen wollen würde!)

    An den Kisten ist leider nie nichts - irgendwas ist immer.

    Weiß man aber, wenn man sich aufs "Abenteuer BMW" einlässt. ;)

  • Ich finde es auch schwierig den E60/61 als potenzielle Baustelle zu verteufeln. Mein E60 535d wie auch mein E61 550i waren/sind die zuverlässigsten Autos, die ich je hatte. Der E61 wird dieses Jahr 17 und kratzt an den 400000km. Die relevanten Dinge (Karosserie, Motor & Getriebe) geben wenig Anlass zur Sorge, wohingegen diese Faktoren schon viele andere Fahrzeuge in meinem Besitz wie auch in meinem Umfeld haben ausscheiden lassen. Was bringen die zuverlässigsten, simplen Motoren, wenn einem kontinuierlich die Karossiere unter dem Hintern weggammelt? Anders herum ist es natürlich auch nicht besser. In diesem Hinblick können die E60 sich meiner Erfahrung nach also durchaus sehen lassen. Ich weiß, dass das nicht bei jedem so ist, genauso ist es aber auch bei jedem anderen Modell bzw. Marke.


    Bei einem Punkt stimme ich aber definitiv zu - und dieser gilt eigentlich für jedes ältere Auto, was noch zuverlässig im Alltag bewegt werden soll:

    Der potenzielle Käufer sollte zumindest im Ansatz etwas handwerkliches Geschick und Interesse mitbringen um im Zweifelsfall das Eine oder Andere selbst an dem Fahrzeug diagnostizieren und instandsetzen zu können. Wenn man das Fahrzeug wegen jeder kleinsten Macke zu BMW oder einer vergleichbaren Werkstatt geben muss, können selbst Kleinigkeiten schnell zu einem finanziellen Desaster werden. Es darf eben nicht vergessen werden, dass die Plattform E60 nächstes Jahr 20 Jahre alt wird, es sind so oder so alte Autos an denen immer mal Kleinigkeiten anfallen werden - und seien es nur solche Lappalien wie Klebstoffe und Gummi, die einfach durch die Zeit und Hitzeeinwirkung porös werden (was sich überhaupt nicht vermeiden lässt). Hier sollte man sich selbst zu helfen wissen.


    Zum Thema Motorfrage:

    Ich würde hier genauso beipflichten und die Motorengenerationen ohne Direkteinspritzung empfehlen. Die Direkteinspritzung hat durchaus Vorteile, gibt es aber Defekte, sind die Reparaturen ungleich teurer als bei den älteren Saugrohreinspritzern. Ich denke einen zuverlässigen Begleiter findet man also durchaus in den N52 Motoren im 525i und 530i des kleinen Facelifts (mit Startknopf). N62 V8 im Alltag kann ich persönlich auch empfehlen, aber dafür muss man (auch hinsichtlich des Spritverbrauchs) durchaus Überzeugungstäter sein. ;)

  • M54 und N52 - wobei der "standfestere", wenn auch "ältere" der M54 ist, wäre auch meine "Such-Orientierungs-Empfehlung", am besten noch "Rentner und erste Hand" ... wie gesagt, hätte ich nen M54 gefunden, als ich gebraucht und gesucht habe, wäre der meine Wahl gewesen, statt dem doch schon etwas "aufwändigeren", weil "neumodscheissendreckzeugsdranverbaut"-N52 ^^

    Aber vielleicht liegts auch dran, dass ichs aus der M-50-Motoren-Serie gewohnt bin, dass diese Baureihe(n) kaum bis keine Zicken machen (sieht man von denen später mit Vanos mal ab und auch das war leicht zu beheben).


    Richtig, der E60/61 kommt ins "Youngtimer-Alter", auch wenn vielleicht Optik und Haptik das noch nicht so vermuten lassen.

    Noch 10 Jahre drauf, wirds "bald" dann auch die ersten "H-Diskussionen" geben ... Mädels, wie die Zeit vergeht! ;)

  • Den N62 sollte man sich aber nur gönnen, wenn die bekannten Baustellen bereits behoben sind oder man selber gewillt ist und die Möglichkeiten hat, die Dinge selbst in Angriff zu nehmen. Wenn man insbesondere beim N62 nicht selber schrauben kann oder jemanden hat, der einem die Arbeiten für n schmalen Taler erledigt, flattern die Scheine nur so durchs Fenster. Thema: VDD, VSD, Stirndeckel, Wasserrohr, Dichtung Motor / Getriebe, LiMa Träger, etc.


    Hab ich mittlerweile alles durch und das ist gewiss nicht das Ende der Liste :top:

  • Ich hatte gezielt die Generation mit m54 gesucht und aufgrund des geringen, verwertbaren Angebote (Laufleistung sollte Max 175.000km sein, besser 150.000) einen genommen, der noch offene Baustellen hatte.


    Musste aber im Gegensatz zum e39 fast das komplette Fahrwerk kurz nach Kauf ersetzen (Querlenker, Pendelstützen, Dämpfer/Federn/Domlager VA, Integrallager), die DISA, Teile des Kühlerkreislaufes, das Getriebe zeigt deutlich Abnutzungsanzeichen. Das kam beim e39 alles nach 220.000km.


    Das Panoramadach musste das zweite Mal gemacht werden, die Pumpe der Heckklappe ist undicht, die Heckleuchten waren undicht u.a. die Niveaureglung an der Hinterachse wurde bereits vom Vorbesitzer gemacht, genauso wie diverse Waschwasserpumpen, Regenabläufe, Steuergeräte durch Wassereinbruch.


    Sicher mag das nicht „üblich“ und generell auf alle übertragbar sein. Finde das aber schon recht viel, insbesondere wenn man vorher mehrere ältere Generationen mit fast ausschließlich Wartung hatte. Der Innenraum vom e61 (VFL) zeigt mit 180.000km auch schon deutliche Nutzungsspuren, die es weder beim e36, e34 oder e39 gab.


    Scheinbar ist aber die Rostvorsorge beim e61 deutlich besser, allein dafür lohnt sich aus meiner Sucht der Wechsel. Bei neuwertigen Fahrwerk fährt er auch spürbar satter und komfortabler als die Vorgänger.

  • Ich hab im April meinen 525i (M54)Limo gekauft. War das 3. Auto der Familie in welcher er seit 2006 war. Allerdings war er halt die B....., Anhänger ziehen und solche Sachen. Das merkt man der Kupplung leider an. Ansonsten aber bekam er immer seinen Service. Also wurde genutzt und gewartet und deshalb hab ich ihn dann gekauft. Mein E60 hat im Prinzip weniger elektrische Ausstattung als mein E39 hatte. Aber bei meinem alten E39 hatte der Erstkäufer aber auch vieles angekreuzt (sogar Garagentoröffner im Dachhimmel), hat ich zuvor noch nie gesehen. Mein E60 ist nun 3 Monate in meinem Besitz. Das Mask zickt ab und an wenn es heiß ist, evtl. geht der Lüfter nicht richtig. Einmal hat ein Fenster gesagt "Einklemmschutz deaktiviert", konnte ich aber easy beheben. Im Moment gibt es nix zu meckern. Verbrauch ist weniger (ca. 1 Liter) wie mit dem E39. Der E39 hat ebenfalls seine Macken. Es ist zwar ein verdammt gutes Auto aber ich würde trotzdem das neuere Modell vorziehen.

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    Fällt euch was auf, was ich vielleicht übersehe?

  • BMW_Benny

    Hat den Titel des Themas von „Welchen E61 Beziner für Daily?“ zu „Welchen E61/ Beziner für Daily? (evtl. E39?)“ geändert.
  • Basierend auf meinem M54 525i von 2004, den ich 2009 gekauft hatte...


    Grobe Liste, was ich seitdem alles gemacht hab.....Disa, diverse Filter wegen Öl (Ölwanne, Ölfiltergehäusedichtung), KGE, Vanos, diverse Querlenker, Längslenker, Fahrwerk generell (Stoßdämpfer waren komplett durch und Gewindefahrwerk getauscht) , LMM, Wasserpumpe, Ausgleichsbehälter, Auspuff, Batterie, Mulf, etc). Wenn nichts davon bisher gemacht wurde, dann sind mindestens 50-70% von der Liste zu machen. Ganz zu schweigen von den üblichen Bremsen, Bremscheiben, Filter, Flüssigkeiten etc...


    Scheckheft hilft da nur bedingt weiter...Ich würde sehr drauf gucken ob es Belege gibt was wann repariert bzw. getauscht wurde und auch mit welchen Teilen. Die Serviceeinträge und Stempel helfen ja fast immer nur für Ölwechsel, Filtertausch und Abläufe zu saübern .-) Und wenns ein Kombi wird auf JEDEN FALL Diversity/Kabelbaum sehr genau prüfen.


    Bei dem hier habe ich ein besseres Gefühl, weil er etwas zum Fahrzeug schreibt und auch sagt, was wann getauscht wurde....

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