535d Motor Abgasrückführung Leistungsentwicklung Probleme mit Regelung Staurohrklappe, Drosselklappe

  • Hallo liebe Gemeinde,


    vielleicht kann mir jemand bei meinem teilweisen Leistungsverlust durch teilweisen unzureichenden Ladedruck im unteren Bereich helfen?


    Hier die Situation:


    Im Leerlauf hörte man im Sekundentakt immer einen unterschiedlichen Motorlauf. Die Motordrehzahl war jedoch stets konstant.
    Die Ursache war schnell gefunden. Die Staurohrklappe vor Abgasrückführungsventil machte im Sekundentakt voll auf, dann wieder zu.


    Leider kommt es seit einiger Zeit vor, dass man beim Losfahren (Gasgeben) entweder er ganz normal beschleunigt oder er gar nicht recht beschleunigen will.
    Mir kommt es vor, dass die Drosselklappe genau in dieser Phase noch geschlossen ist, so dass zu wenig Frischluft in den Motor gelangen kann. Erst wenn die Drehzahl etwas angestiegen ist und die Klappe öffnet, beschleunigt der Motor ordentlich.


    Im Drehzahlbereich über 1.500 U/min läuft der Motor wie gewohnt einwandfrei.


    Ich habe das Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil) abgeschraubt und festgestellt, dass dieses nicht mehr öffnet, da es nicht verschmutzt war.
    Mit ca. 0,6 - 0,7 bar Unterdruck öffnet das Ventil vollständig. Anfangs dachte ich, es muss der Druckwandler für das AGR-Ventil sein. Ich habe den Drucksensor überprüft und festgestellt, dass diese etwas Falschluft zieht. Jetzt ist ein neuer drin.


    Und nun:


    Beim Starten läuft der Motor in seiner Leerlaufdrehzahl. Nach ca. 10 - 20 sec. beginnt er plötzlich mit schweren Drehzahlschwankungen. Er würgt sich fast ab, gibt dann ordentlich Gas und stottert so für ca. 10 sec. um seine Leerlaufdrehzahl umher. Dann läuft er wieder ruhig und gleichmäßig.
    Das Problem mit der verweigerten Gasannahme ist jedoch geblieben.


    Unterdruckschläuche bereits durch Silikonschläuche ersetzt, alle dicht. Die Unterdruckdosen des Turboladers habe ich mit einer Vakuumpumpe auf ihre Funktion überprüft.


    Ergebnis des Testes:
    1. Große, hinten oben sitzende Unterdruckdose für die Turbinenregelung = sehr leichtgängig und spricht sofort auf den Unterdruck der Spritze an.


    2. kleine Unterdruckdose im vorderen, unteren Bereich für die Verdichter-Bypass-Regelung = kann ich zwar nicht sehen, aber man hört sie klappern. Meines Erachtens auch sehr leichtgängig und spricht sofort auf den Unterdruck der Spritze an


    3. Unterdruckdose für Wastegate-Ventil = kann ich zwar nicht sehen, aber man hört sie bei Zusammenfallen des Unterdruckes zuschlagen. Meines Erachtens ist bei dieser Dose erheblich mehr Unterdruck von Nöten, damit diese öffnet.


    Alle 3 Unterdruckdose sicher dicht. Mechanik müsste auch gehen.



    Meine Fragen:
    - Kennt das jemand?
    - Was könnte das sein?
    - Muss ich die Adaptionswerte resetten? Wenn ja, welche ..?
    - Welche Teile könnten für diesen unstimmigen Motorlauf verantwortlich sein?
    (LLM, Lambdasonde, ..?)



    Was meint ihr ?


    Beste Grüße


    Schraubi

  • Du hast offensichtlich Erfahrung und mMn bereits die wichtigsten Fragen beantwortet.


    Zuerst würde ich die Adaptionswerte resetten, Stichwort Mengenmittelwertadaption und ISTA. Dann würde ich die Drosselklappe prüfen/abschalten, dann den LMM, danach die AGR.


    Falls dann die Drehzahlschwankungen noch vorhanden sind, würde ich an den Turbo gehen.

    • BMW 535d Touring
      Laufleistung ca. 380 tkm


      Hallo,


      seit einiger Zeit hatte meine Dicke das Gas unwillig an der Ampel angenommen. Anfangs kam keine Leistungsentfalltung und dann war sie plötzlich da. Beim Starten schwankte die Standgasdrehzahl stark und manchmal würgte der Motor sich selbst ab. Im warmen Zustand lief der Leerlauf einwandfrei

    • Keine Fehler in der Steuerung hinterlegt. (?!)


      Die Drosselklappe machte häufig unerwartet starke Bewegungen. Anfangs dachte ich, dass ich ein Problem mit der AGR habe, da mein AGR-Ventil relativ sauber war.


      Ich erneuerte den Unterdruckschalter und die Schlauchleitungen für das AGR-Ventil. Mein Problem wurde aber leider nicht gelöst. Der Leerlauf blieb nach dem Starten unruhig. Die AGR verschmutzt aber wieder mein Ventil.


      Mein Eindruck war, dass sich die Drosselklappe nicht genügend beim Anfahren öffnete und den Motor fast abwürgte.


      Leider habe im Netz keine brauchbaren Beiträge gefunden, wie man die Drosselklappe und die Potis der Klappenstellung vermessen kann.


      Von Videos geplagt, wo Drosselklappen voll Öl gelaufen waren, öffnete ich jetzt die Klappensteuerung. Alles sauber und die Vermessung der Pins mit Multimeter erbrachte keine brauchbaren Ergebnisse. Die Taster für die Widerstandsmessung der Potistellung liegt leider unzugänglich unter der Platine, Richtung Klappe und die Klappe ist nicht zu zerlegen. Drehgeber und Rückführung der Klappe sind laserverschweißt. Demontage unmöglich.


      Ich habe dann die Schrauben der Platine gelockert, die Platine dann möglichst versetzt angeschraubt, so dass die Taster für die Potentiometer nicht mehr in der gleichen Bahn liegen.


      Alles wieder zusammengebaut und dann getestet.


      ERGEBNIS : Problem nicht mehr vorhanden.


      Die Drosselklappe macht jetzt wieder was sie machen soll. Wenn sie demnächst wieder zickt, dann wird sie sofort erneut.


      Beste Grüße
      Schraubix aus München





  • Hallo,


    jetzt muss ich meine Erfahrungen berichten. Drosselklappe zwischenzeitlich erneuert, doch keine Besserung festgestellt.


    Ich vermute, dass es doch nicht ein Defekt der Staurohrklappe war. Derzeit vermute ich, dass der kleine Abgasturbolader (Hochdrucklader beim .35d) Ursache der Probleme ist. Für mich ist er schon im kalten Zustand etwas "schwergängig". Erst wenn er heiß ist, läuft er wieder rund.


    Im kalten Zustand bringt er keine Leistung. Erst wenn ordentlich Druck aufgebaut oder der 2.TL einsetzt spurtet das Auto.
    Ist der ATL betriebswarm, so läuft er normal.


    Demnächst werde ich die beiden ATL ausbauen und einer Vollreinigung unterziehen oder ggf. erneuern.


    Berichte Euch dann.


  • Hallo,


    jetzt muss ich euch noch meine letzten Erfahrungen berichten. Es war nicht die Starrohrklappe, es waren nicht Sensoren bzw. es waren keine Probleme mit dem Steuergerät. Es war der kleine Turbolader. Besonders im kalten Zustand nahm er das Gas unwillig an. Das Turbinenrad des Turboladers war mit Ölkohle zugesetzt. Wenn der Motor kalt war, dann "klebte" das Turbinenrad. Es brauchte das Turbinenrad ordentlich Druck um sich zu lösen. Deswegen hatte er anfangs keine Leistung. War der Turbolader warm und leichtgängig, so traten die Probleme nicht auf. Ich habe mir einen Einsatz für den Turbolader besorgt und eingebaut. Jetzt läuft er wieder wie gewohnt leistungsstark und einwandfrei.


    Beste Grüße

    Schraubix

  • Ich empfehle dir alle 10/15t km den öl zu wechseln damit es genau sowas nicht passiertt.

    Es reduziert zumindest die Wahrscheinlichkeit.

    Gibt sicher auch noch andere Möglichkeiten für das Fehlerbild.

    Allg. kann ich mich aber zu 100% anschließen, es empfiehlt sich eher auf 10-15tkm zu gehen.

    Im ÖL schweben immer etwas Rußpartikel mit, diese beeinflussen das Verhalten vom ÖL.

    Wenn man viel Kurzstrecke fährt bekommt man ggf. auch noch Dieseleintrag ins Öl.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!