Höchstgeschwindigkeit mit Fahrradträgern

  • N`Abend Leute,
    ich habe vor mir die original BMW Dachgrundträger und die 2 original Fahrradträger zu holen. Wie schnell seit Ihr den so(mit 2 Fahrrädern) auf der Autobahn unterwegs? Wann wird es kritisch?


    VG Petja


    P.S.....falls jemand so etwas veräußern möchte,dann kann er sich gerne per PN melden...sollte für Limo sein.

  • Fahrräder kann man sich in jedem Dorf leihen. Kommt bei meinem Auto nicht auf's Dach und nicht an die Anhängerkupplung.
    Sind meiner Meinung nach rollende Zeitbomben.

  • Ich weiß hier kommt jetzt ein Aufschrei der Entrüstung.
    Aber zu meinen E34 Zeiten hatte ich nen Thule Träger,zwei Fahrräder zusätzlich mit Spanngurten gesichert.
    500 Km mit Konstant 160km/h.
    Hatte die Fahrräder vor der Fahrt montiert und bin hier dann noch ca.20km durch die Gegend gefahren,danach alles kontrolliert und festgezurrt.
    Hat einwandfrei geklappt.
    Ich weiß aber auch nicht ob es ne Regelung gibt wie schnell man Fahren darf.


    Gruß Jörg

  • Also ich meine nicht schneller als Richtgeschwindigkeit. Da bauen sich immense Kräfte am Träger auf...leider gibt es auch Zeitgenossen die mit zwei Stehenden Rädern auf dem Dach auch gerne 200 fahren....

  • Auch ich kann (bisher) nur mit Daten vom E34 dienen:


    - Original BMW Dachträger
    - Thule Fahrradträger (weiß gerade nicht, wie die Dinger genau heißen, sind Standardteile)
    - Befestigung der Räder wie vorgesehen: auf dem Träger mit (sorgfältig überprüfter) Klemmvorrichtung am unteren Rohr, plus Fixierung der Räder an Grundschiene des Fahrradträgers
    - Zusätzliche Befestigung: Fixierung des Fahrradlenkers am Fahrradrahmen, um Flattern (und losrütteln) zu vermeiden und ggf. zusätzliche Verzurrungen vom Fahrradrahmen zum Dachträger
    - Anbauteile am Fahrrad abschrauben so weit es geht


    Ein bissel gesunder Menschenverstand beim Montieren der Fahrräder muss halt vorausgesetzt werden. Idiotensicher sind die Träger nicht, die Fahrräder können falsch oder zumindest schlecht befestigt werden, so dass sie sich losrütteln können. Unterwegs muss hin und wieder überprüft werden, ob da oben alles okay ist.


    Wer in Vollkasko-Mentalität die Fahrräder nur irgendwie festfummelt, bis sie im Stand nicht mehr von selber runterfallen, ist natürlich eine Gefahr für andere.


    Die oben beschriebene Konfiguration hält 850km Autobahn am Stück (unsere Standardstrecke) locker durch. Wenn frei ist, fahre ich damit auf der Autobahn bis zu 160 km/h, mehr ist allein wegen der Windgeräusche unkomfortabel. Auf der Landstraße schöpfe ich wegen des trägeren Verhaltens der ganzen Fuhre eher selten das Tempolimit aus.
    (Natürlich ist mir trotzdem mal nachts 2 km vor dem Ziel ein Reh mit seinem Kitz vors Auto gerannt. Aber: auch die damit verbundene Gewalt-Vollbremsung von 80 auf 0 samt Einschlag ins Kitz hielten die Fahrräder durch)


    Meiner Ansicht nach ist es also weniger eine Frage des Trägers sondern mehr eine Frage der individuellen Gründlichkeit beim Befestigen, wie sehr man das Ganze belasten kann.


    Zitat

    Original von uli07
    Fahrräder kann man sich in jedem Dorf leihen.


    Nur leider nicht die richtigen. :heul: :rollen:


    Viele Grüße,


    Lexi

  • Na ja , das Problem sehe ich eher wenn sich so ein Bike bei 200 löst und man 500 m dahinter fährt und das Ding abbekommt... Dann gute Nacht. Manche bauen ja nicht mal den Fahrradkorb o.ä. Vorher ab...

  • Zitat

    Original von Baptist
    Wie viele Fahrräder gehen überhaupt aufs Dach? 4 Stück möglich?
    Strecke wäre eh nur 230km und das dann mit 120km/h.



    klingt vernüftig, bin damals auch nur im schnitt 130 gefahren mit 2 Fahrrädern oben drauf...reicht!

  • Soweit mit bekannt gibt es seitens der STVO keine generell vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit mit Fahrradträger.


    Ganz allgemein heißt es aber in §3 Abs. 1 STVO: "Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen."


    Einige Hersteller (auch von Dachsärgen) geben für ihre Träger-Aufbaukombination eine Höchstgeschwindigkeit an, die dann gilt. Wenn man sich nun als Fahrzeuglenker über diese klare Empfehlung hinweg setzt und dann was passiert, kann man sich wahrscheinlich nicht mehr raus reden.


    Das ist aus versicherungstechnisch wichtig, weil diese jede kleine Gelegenheit nutzen, sich die Kosten aus beispielsweise einem Haftpflichtfall wieder vom Verursacher zurück zu holen.. :motz:
    (siehe "Regress")


    Solange nichts passiert, dürfte die Angelegenheit eine Sache des Ermessens sein. Auch z.B. für Kollegen vom Trachtenverein, die einem bei 200 mit Räder am Buckel auf der Bahn die rote Karte zeigen... :trinken:


    Zu bedenken würde ich noch folgende Überlegung geben:
    Die resultierende Last aus dem Luftwiderstand mit beaufschlagtem Fahrtwind in halber Höhe angesetzt ergibt ein definiertes Moment im System. Das Kräftepaar aus dem vorderen und dem hinteren Träger stützt sich dagegen.
    ->hinten wirkt eine Druckkraft zum Boden hin und vorne eine Zugkraft, die das Eigengewicht der Konstruktion nebst Ladung aufhebt bzw. noch an der Konstruktion zerrt. Das Ganze Fahrzeug wird somit bei hohen Geschwindigkeiten hinten be- und vorne entlastet. Wenn nur ein Bauteil im System nachgibt, steht zu erwarten, dass die ganze Befestigung schlagartig nachgibt. Und das ohne Vorankündigung... :apaul:


    Ich würde einfach in die Anleitung des Herstellers schauen. Wenn da steht: max. 120 km/h, dann gäbe es für micht nichts zu überlegen.


    Wenn da nichts steht (echt?) dann würde ich auch sagen: Richtgeschwindigkeit reicht. :trinken:


    VG Stephan

  • Was mit einem schlecht gesicherten Fahrrad passieren kann durfte ich vor ein paar Wochen auf der A8 erleben. Ein paar Autos weiter vorne ging das Gebremse los und es wirbelten Teile durch die Gegend. 4 Autos Schrott untenrum und vorne, dazu das Fahrrad als solches nicht mehr unbedingt erkennbar. Ich hab voll geankert und hatte 190 drauf. Da es auf der linken Spur los ging und es floss war der wohl auch nicht langsamer. Überall waren Autoteile und Fahrradteile verteilt. Im Prinzip kam ich 20m vor den ersten Trümmerteilen zum stehen. Und ein paar Autos weiter hinten hat man es knallen gehört.
    Von daher so ein Fahrrad kann üblen Schaden anrichten.
    Alleine schon deswegen würde ich trotz Sicherung nicht schneller als 120 fahren, weil dort die Kräfte noch akzeptabel sind. Eine gute Sicherung natürlich vorausgesetzt.
    Aber trotzdem würde ich noch gerne wissen wie viele Fahrräder aufs Dach gehen.

  • @ Baptist.... Das Fahrrad kann 0 Schaden anrichten... Der Verursacher solcher Fälle, ist immer der Idiot, welcher zu blöd ist seine Räder ordentlich zu sichern!


    Weiterhin spielt bei der ganzen Geschichte auch das Gewicht und die Widerstandsfläche eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Geschwindigkeit!


    Und zum Schluss natürlich auch die Qualität des Trägers + Halter!



    Ich hab meist 3 Crossräder am Dach ( Gesamtgewicht ca. 36kg) und das ist schon ein Unterschied zu Rädern, welche allein schon 16-20kg wiegen!
    Mein Träger und die Halter sind von BMW (also Thule) und die sind bei sachgemäßer Montage so ziemlich unzerstörbar!


    Wenn ich längere Strecken fahre, dann mach ich auf der AB trotzdem meine 150-180.... Völlig problemfrei.


    Da wir durch's Pano die Möglichkeit haben, die Sache zu beobachten, mach ich mir darüber auch keine Gedanken mehr, denn ich hab schon sehr viele andere "dachaufbauten" beobachtet, welche bei 100 schon weit heftiger in Bewegung waren, als mein Konstrukt bei 220 (ja, hab ich ausprobiert.... Und jetzt nur für die Nörgler geschrieben :finger: )

  • Hatte mir den Grundträger von Thule hier beim Teilefuzzi gekauft zuerst nur für eine Dachbox.
    Beim Kauf habe ich gefragt wie schnell ich denn damit fahren darf,das war so 1997-. :D
    Meinte der Verkäufer,so schnell wie die Vmax im Schein eingetragen ist, ich als Antwort 235Km/h, er, äh ne so schnell nun doch nicht :D :D
    Mit Dachbox war 200 aber auch kein Thema.
    Aber wie die anderen schon schrieben,Sicherung ist alles.
    Habs auch immer am Anfang durchs Schiebedach beobachtet.
    Räder kannste glaube ich so viele drauf machen wie platz ist solange die zulässige Dachlast nicht überschritten wird.


    Gruß Jörg

  • Ist die Rechtslage im Falle eines Unfalls durch verlorene Fahrräder nicht so, dass die hinterher Fahrenden genug abstand halten müssen ?



    Also das ist ja immer so der Knackpunkt.


    Selbst wenn die Räder wegfliegen, muss man seine Geschwindigkeit/Abstand jederzeit so anpassen, dass man rechtzeitig zum stehen bzw. Ausweichen kommt.


    Demnach würde ich mal schätzen, wenn du dein Auto demolierst wegen sowas, kriegst vielleicht netmal was bezahlt?



    (Zumal diese Abstandssache/Geschwindigkeitssache sehr theoretisch ist)

  • General_Fist
    Nein, nach Paragraph 22 StVO ist der Fahrzeugführer für die ordentliche Sicherung der Ladung zuständig. So das diese andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet.
    Kostet bei einem Unfall verursacht durch die Ladung eines Pkw 75€ und 1 Punkt.


    Der hinterherfahrende muss nicht damit rechnen das Ladung vom Lkw fällt. Es reicht aus wenn dieser den normalen Abstand einhält. Denn z.b. Fahrräder verhalten sich im "bremsverhalten" bei einem Sturz auf die BAB etwas anders als ein PKW.

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