Automatische Hecklappe schließt nicht, e61 VFL

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  • Automatische Hecklappe schließt nicht, e61 VFL

    Mahlzeit!
    Mein E61 525i, bj. 2004 hat von Werk eine automatische hecklappe. Als ich das Auto kaufte wurde diese aber vom vorbesitzer aufgrund von angeblich absenkender hecklappe ausgebaut.
    Er hat mir die Teile
    zugeschickt und ich habe festgestellt, dass
    das hydraulikaggregat zu wenig Öl hatte und was mich hoffen ließ, dass es mit auffüllen erledigt sei. Leider ist dem nicht so.
    Okay, also gestern abend aufgefüllt, eingebaut und Batterie ab- und wieder angeklemmt (wie im tis beschrieben). Anschließend Taster drücken dann läuft die Pumpe 13 Sekunden lang (unabhängig von Stellung der hecklappe) um die endposition zu ermitteln. Das funktionierte auch.
    Jedoch fährt die hecklappe nicht mehr runter. Egal mit welchem Schalter.
    Nochmaliges drücken des Schalters bewirkte, dass sie wieder 13 Sekunden läuft und nach oben drückt. Als würde keine endposition gespeichert werden.
    Vorhin habe ich sie nochmal geöffnet und die Pumpe bleibt jetzt oben stehen sobald sie in der oberen endposition ist und läuft nicht mehr die restlichen Sekunden weiter wie sie es vorher gemacht hat. Also die Stellung sollte scheinbar erkannt werden.
    Dennoch fährt die hecklappe nicht runter. Ich habe den Eindruck das der Schalter in der heckklappenverkleidung schlecht bzw. Manchmal gar nicht funktioniert oder reagiert. Der Kabelbaum in den Scharnieren wurden lt. Vorbesitzer schon mal erneuert.
    Welche Seite und welche Kabel kann ich zwar nicht sagen aber es sieht so aus als hätte jemand den Kabelbaum auf beiden Seiten mit neuem isolierband versehen.
    Ich dachte eigentlich, dass das Fahrzeug ab Werk eine Anhängerkupplung hat. Wurde aber wahrscheinlich nachgerüstet da im Vin decoder nichts von Anhängerkupplung steht.
    Ich habe in der Reserveradmulde nämlich entdeckt, dass scheinbar das canbus Kabel vom Anhängermodul abgezwickt und ans HKL Steuergerät mittels Stromdiebe angeschlossen wurde.. :angry: Zumindest passt das abgeschnittene Kabel von der Länge her zum AHM.. :spinnen:
    Warum macht man sowas?
    Hatte jemand schon mal dieses Problem und kann mir weiterhelfen? Wie sieht es bei euch in der Reserveradmulde aus bzgl. Kabelstrang?
    Bilder hab ich angehängt. Einmal das Kabel isoliert (roter Kreis) und abisoliert (auch roter Kreis). Außerdem die Verbindung mit den Stromdieben und ein Bild vom fehlerspeicher.
    Auch das absenken über inpa funktionierte übrigens nicht.
    Danke
    Dateien
  • So, gibt ein Update. Hab mich vorhin nochmal drüber gemacht und die wds-schaltpläne gelesen.
    Thematik abgeschnittene Canbus Leitung ist abgehackt. An meinen 5er wurde die Anhängerkupplung nachgerüstet und nicht von Werk aus verbaut. Ich hab mir eine Einbauanleitung von BMW durchgelesen, darin ist beschrieben wie die Kabel angeschlossen werden.. Nämlich genau so! :wacko:
    Also nix mehr Adapterstecker sondern Stromdiebe ist die Devise..
    Zudem habe ich nochmal einen strang entdeckt der einfach zusammengewickelt am Hauptkabelbaum fest gemacht waren. Habe diesen dann nach verfolgt und gesehen, dass die Leitungen zusammen gehören. Auf durchgang gemessen und passt. Also hier schon mal alles cool.
    So und nun aber zur Heckklappe..
    Auch hier habe ich im wds nachgeschaut und am Stecker mal die Spannung geprüft.
    - Weißes Kabel, Signal für Heckklappe öffnen (Heckklappe ist schon offen), liegen 12V an auch ohne irgendeine betätigung
    - Schwarzes Kabel, Signal für Heckklappe schließen (Heckklappe ist offen), kommt kein Saft an! Paar mV vielleicht.
    Ich habe die Leitung vom Stecker der Pumpe, zum Stecker am HKL Steuergerät auf durchgang überprüft. -> Passt! Schwankt außerdem zwischen 0,1 und 0,2 Ohm. Gleiche Werte auch beim weißen Kabel.
    Das Steuergerät wurde scheinbar schon mal geöffnet da der Aufkleber beschädigt ist. Zumindest optisch konnte ich nichts auffälliges an der Platine erkennen.
    Beim Ansteuern per PC habe ich festgestellt das ein komisches Geräusch aus dem hinteren rechten Bereich auftritt. Kann es sein das es vielleicht vom IBS kommt? Beim betätigen fängt nämlich auch das Licht an zum flackern und was anderes kann ich mir nicht erklären. Ich habe ein Video gemacht kann es aber leider nicht anhängen.
    Der Sensor am Zylinder zeigt andere Werte an wenn er sich bewegt und der Taster hat im Programm auch einwandfrei funktioniert.
    Aber nachdem ich die Fehlerspeicher gelöscht habe, setzte er einen anderen nochmal rein: "TOEHKK (=Taster Heckklappe innen) Kurzschluss nach Masse"
    Ich tippe trotzdem auf Steuergerät oder hat jemand noch eine andere Idee?
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  • Kunner schrieb:

    Aber nachdem ich die Fehlerspeicher gelöscht habe, setzte er einen anderen nochmal rein: "TOEHKK (=Taster Heckklappe innen) Kurzschluss nach Masse"
    Das wäre doch schonmal ein guter Ansatzpunkt. Schalter tauschen bzw mal ausbauen und öffnen. Eventuell hat der Schalter einen Kurzen oder in der Verkabelung von Schalter zum HKL-Modul oder zum KBM.
    Die Schalter in der HK innen haben ein kleines Birnchen zur Beleuchtung des Tasters, das brennt gerne mal durch und verschmort die ganze Schalterplatine. Passiert früher oder später eigentlich bei jedem E61. Schon dutzendmal gesehen.
    Ein Fehler in HKL-Modul wäre auch eine Möglichkeit.

    Macht auf mich den Eindruck, also wäre der Taster in der HK innen dauerhaft geschlossen, das wird als Fehler erkannt und das Signal passiviert/ignoriert. Deshalb auch kein Schließen mehr.

    Schließt der HKL denn, wenn du lange den Knopf auf der FFB drückst?
  • So, den heutigen Abend wieder an der Karre verbracht..
    Ich werde jetzt mal aufzählen was ich alles so rausgefunden habe.
    • Sicherung i.O.

    • Taster vorne obd Buchse(S204): Wird in ISTA als "betätigt" erkannt. Funktioniert auch und gibt Signal durch
    • Taster Heckklappe innen(S237): Mit Multimeter auf Durchgang überprüft. Ist gegeben. Wird in ISTA als "betätigt" erkannt. Birne durch gebrannt aber Platine sieht i.O. aus. Im abgeklemmten Zustand auch keine Schließen Funktion der Heckklappe. Auch wenn ich das Gefühl habe das es nicht so spinnt wenn der Schalter abgeklemmt ist (Zucken im Licht, 13 Sekündiges laufen der Pumpe).
      -> Kabel von Taster (Pin2) zu HKL (Pin11) auf Durchgang geprüft. Ist vorhanden aber schwankender Widerstand zwischen 0.3 und 3 Ohm (Kann auch an der Messung liegen da des alleine ziemlich bescheiden war).
    • HKL 12V am weißen Kabel (Pin 2, direkt am HKL gemessen) sobald Heckklappe hoch fährt. Heckklappe geöffnet
    • HKL 300mV! am schwarzen Kabel (Pin 6, direkt am HKL gemessen) sobald Heckklape zu fahren soll. Heckklappe geöffnet.
      -> Licht zuckt kurz sobald man mit dem Innentaster von der Heckklappe drückt.
    Ich glaube das wars erstmal. Langsam echt mit meinem Latein am Ende.
    Aber es stimmt das der vordere Taster keine direkte Verbindung mit dem HKL hat. Läuft über's CAS.
    Deswegen vermute ich immer noch Steuergerät
  • Kann man mit dem HKL Taster AUSSEN die Klappe auf und zumachen?
    Aufmachen ist ja das normale Prozedere, zumachen geht aber auch. Beide Taster (HKL Aussen/Unten) sind Umkehr-Taster bezogen auf die Klappenbewegung.

    Wenn der HKL Taster Unten (da wo die Birne kaputt ist was egal ist, Schönheitsfehler) immer als geschlossen angezeigt wird, ist das definitv falsch und das Kabel hat mMn Masseschluss.

    Ich würde da zuerst prüfen, ob da kein Kabelbruch HKL vorliegt. Wenn doch macht alles andere keinen Sinn, der muss erst repariert werden.
  • Muss ich nochmal probieren aber ich glaube das es auch mit dem äußeren nicht funktioniert.
    Vll. Hab ich das bisschen falsch geschrieben aber der Taster wird nur als "betätigt" angezeigt wenn man ihn auch drückt.
    Also nicht gedrückt = "nicht betätigt" und gedrückt = "betätigt".
    Ich kann ihn mal noch gegen einen anderen pin gegen Kurzschluss messen hab nur auf Durchgang gemessen wo er auch durch schalten sollte.
    Angenommen der Schalter hätte trotzdem einen weg, müsste es doch funktionieren wenn er abgeklemmt ist oder nicht? Weil das ist aktuell der Fall aber die hecklappe fährt trotzdem nicht zu.
    Könnte auch mal irgendeinen Taster anklemmen um zu schauen ob es mit dem geht.
    Das Kabel was vom Schalter zum HKL geht hab ich ja schon auf Durchgang und Widerstand gemessen (siehe oben, pin 2 und pin 11) oder welches Kabel meinst du bzgl. Kabelbruch?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kunner ()

  • Aso, dann ist das erstmal ok so.
    Kabelbruch bezieht sich zu 99% immer auf alle Kabel in den Durchführungen zur HKL oben an den Scharnieren.

    Sind die Taster nicht alle zum KBM verkabelt und das HKL Modul steuert nur die Hydraulik?

    Der Fehler am Pumpen-MOSFET ist noch da?
    Weil der steuert sicherlich die Pumpe an, wenn der im Eimer ist geht logischerweise nichts.
    Dann wäre entweder die Verkabelung des Pumpenmoduls ggf fehlerhaft oder das HKL Modul tatsächlich in der Endstufe kaputt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Andreas53639 ()

  • Ja das mit den Kabelbruch ist mir bekannt aber wie bereits erwähnt sollte das alles vom Vorbesitzer schon mal behoben worden sein..

    Nein, die Kabel gehn direkt ins HKL. Nur der Schalter vorne geht ins CAS
    Fehler müsste ich nochmal auslesen aber anhand den oberen Fehlerspeicher könnte man schon fast meinen das jedes Teil einen weg hat :wacko:
    Zum probieren hab ich auch keine zweiten Teile..
    Möglich mit dem MOSFET aber kann es nicht vielleicht auch sein das er den Fehler rein setzt weil er nicht genügend Spannung
    abbekommt (siehe oberen Beitrag mit Messung von 300mV an PIN6 am HKL, schwarzes Kabel)?
    Dateien
    • HKL.jpg

      (182,36 kB, 4 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • HKL2.jpg

      (137,38 kB, 4 mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Ok, verstanden.
    Der Motor der Pumpe wird in Brückenschaltung betrieben (PIN 1 und PIN 6 an X1771) , also je nach Richtung werden die 12V Betriebspannung umgepolt.

    Wenn am HKL STG
    - a) beim Hochfahren der Klappe an Pin1 12V anliegen und an Pin6 0V (Masse) ->OK
    - b) beim Runterfahren der Klappe an Pin1 0V (Masse) und an Pin6 300mV -> Fehler, Leistungs-MOSFET kaputt

    Fall b) zeigt, dass die 300mV ggf die Steuerpannung für den kaputten MOSFET sind und nicht die geschalteten 12V.
    Wenn dem so ist, könnte man den defekten MOSFET erkennen, der ist sicherlich durch Überlastung abgeraucht -> HKL STg aufmachen und nachsehen.
  • Hab jetzt das Steuergerät nochmal aufgemacht und evtl. Doch was ungewöhnliches entdeckt. Sieht so aus als wäre der größere Kondensator kaputt oder? Roter Pfeil zeigt Pin 6 aber es ist keine Verbindung zu einem Bauteil zu erkennen
    Dateien
  • Soweit ich das erkenne, die 4 Bausteine nebeneinander vor dem Stecker sind die MOSFETs für die Brückenschaltung BTS282Z und BTS650Z.
    Der Pin6 hat Kontakt zur Leitebahnfläche wo der linke BTS282Z aufgelötet hat Durchgang zu Pin 4 am Mosfet.

    Müsste man sich die Datenblätter raussuchen und schauen, ob die Ansteuerung der MOSFETs funktioniert .
    Angesteuert sollten die über den PIN wo GATE dransteht.

    Kannst ja mal an der Platine über den Bausteinen dran riechen, oftmals stinkts etwas wenn das Bauteil abgeraucht ist.
    Der Kondensator sieht eigentlich noch gut aus.

    So müsste das verschaltet sein:
    de.wikipedia.org/wiki/Vierquadrantensteller
  • Riechen tut man leider nichts und auch optisch ist an den Mosfets leider nichts zu erkennen.
    Okay und das Riss-ähnliche Muster oben auf den Kondensator ist normal?
    So einfach scheint es nicht zu sein die Mosfets zu tauschen :/
    Wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als ein neues oder gebrauchtes Steuergerät zu verbauen.. :(

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kunner ()

  • Kunner schrieb:

    Okay und das Riss-ähnliche Muster oben auf den Kondensator ist normal?
    Ja, das ist quasi die Sollbruchstelle falls der wegen Überlastung "explodiert". Damit nicht das ganze Gehäuse wegfliegt, ist das dort oben vorgestanzt. Wie beim Airbag.

    Die Fehlersuche ist nicht einfach, kann ja auch anderweitig ein Schaden aufgetreten sein, z.B. am Prozessor selber .