Partikelfilter/Differenzdruck

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  • Partikelfilter/Differenzdruck

    Hallo zusammen,
    ich habe ein Problem mit meinem 530d, er hat sporadisch Leistungsverlust wenn er unter 2000 umdrehungen fällt und ich wieder Beschleunigen will.
    Fehlermeldung "erhöhte Emission" erscheint.

    Mir wurde geraten Thermostate ( diese waren defekt ) und den Differenzdrucksensor zu tauschen. Dies habe ich auch getan, jedoch ohne erfolg. Der Differenzdrucksensor hat immer noch ein unplausibelen Wert.

    Habe mit tool32 regenaration auf aktiv gesetzt, jedoch startet die regenaration nicht.

    Was meint Ihr oder ist jemand aus Nordhessen hier Aktiv der mir helfen könnte...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dreamliner26 ()

  • Hallo dreamliner,

    Dein Auto hat nur einen Abgasgegendrucksensor vor dem DPF und keine Differenzdrucksensoren.

    Bei unseren BMW´s wird der Differenzdruck nicht "über den Partikelfilter" sondern vor dem Partikelfilter gegen den Umgebungsdruck gemessen, deshalb steht bei deinem Tester an dieser Stelle ("Differenzdruck über Partikelfilter") der Wert 0,00mbar - das ist ganz normal, da die Hardware (Sensor hinter dem DPF) für eine solche Messung überhaupt nicht vorhanden ist.

    Die Abfrage "Differenzdruck über Partikelfilter" kann nur mit zwei Sensoren erfolgen, einmal vor und einmal nach dem DPF.
    Du darfst nicht vergessen du arbeitest mit einem Entwicklertool, - hier wurde offenbar auch über die andere Variante der Differenzdruckmessung nachgedacht welche aber nie realisiert wurde.

    Entscheidend ist der Gegendruck - bei über einem Bar wie du es im I**A-Bild gepostet hast, wird die Regeneration aus Sicherheitgründen von der DDE gesperrt und so lange nicht mehr freigegeben bis der Gegendruck wieder auf einen bestimmten Wert absinkt.
    Daran ändert sich auch nichts, wenn du mit dem Tester den Befehl dazu gibst.

    Die Ursache für dein Malhör waren die defekten Thermostate. Die Regeneration wird erst ab 75 Grad Kühlmitteltemp freigegeben. Wird diese Temp nie erreicht, wird die Regeneration auch nie von der DDE eingeleitet, - das Ende vom Lied: Der DPF setzt sich ohne zügige Autobahnfahrt bzw. wenig Hitze immer weiter zu, bis irgendwann der Gegendruck zu hoch wird.

    Einzige Möglichkeit ohne den DPF reinigen zu lassen ist, mal auf die Autobahn zu fahren. Nimm deinen Tester zur Messung mit und fahre so, dass der DPF möglichst über 450-500 Grad heiß wird. Der Gegendruck sollte dann nach einiger Zeit sprunghaft auf unter 100mBar bei Vollast abfallen. Wenn das passiert ist, vom Gas runter und normal weiter fahren.
    Die Regeneration sollte jetzt von der DDE automtisch freigegeben werden, oder aber nochmals mittels Tester anstoßen. Die DPF-Temp steigt dann auf über 700 Grad, der Gegendruck sinkt dann idealerweise auf unter 30mBar.

    Freibrennfahrten mit viel Gegendruck sind nicht die beste Lösung wegen Turbolader, aber im eingebauten Zustand sonst keine Chance. Evtl. vor der Freibrennfahrt noch die Lambdasonde am DPF rausschrauben und ne DPF-Spülung einsprühen, dann geht es evtl. schneller.

    Wenn die Freibrennfahrt erfolglos blieb, hilft nur eins:
    DPF raus, erneuern oder reinigen lassen.

    Viel Glück :top:

    Edit:
    Die Restlaufstrecke deines DPF`S lässt sich im Übrigen auslesen. Beim VFL war es noch Bestandteil des CBS, ab FL nur noch mit dem Tester abrufbar, auch wird beim FL bereits mindestens 30.000km vor Erreichen der DPF-Laufleistung ein Infofehler im Fehlerspeicher gesetzt der nur als Hinweis dienen soll.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cruzer ()

  • Wieviel Ruß- und Aschemasse darf denn ein FGilter haben um noch als brauchbar zu gelten?

    Wäre mal interessant wie das Fzg. diese Daten erhebt. Messen kann ja nicht bleibt ja nur Ableiten von anderen Motorsteuerungsdaten.

    ich habe zurzeit 164tkm runter und Frage mich wie lange ich noch habe bis der weg muss sprich wie sehr man sich auf die CBS Anzeige verlassen kann. Fahre 90% Autobahn (meist bis ca. 180km/h also womöglich zügig genug)
    Mfg
  • Ja das mit der Aschebeladung ist so ne Sache.

    Da im DPF keine Waage ;) eingebaut ist, gibt das Motorsteuergerät einen rein theoretisch errechneten Wert aus. In die Berechnung zur Beladung fließt u.a. der seit dem neu-Verbau des Partikelfilters verbrauchte Krafststoff sowie der Abgasgegendruck ein. Der Wert der Aschebeladung ist also ein über einen langen Zeitraum errechneter theoretischer Wert. Faktoren wie mechanischer Motorzustand, Ölverbrauch durch Verbrennung, Kraftstoff-/ & Ölsorte, Additive usw. fließen nicht in die Berechnung mit ein.

    Würde man beispielsweise einen nagelneuen DPF einbauen und dies der DDE nicht mitteilen (DPF-Tausch registrieren), so ergäben sich langfristig nach dem neu-Einbau am ausgelesenen Beladungswert kaum bis keine Änderungen.
    Daran sieht man schon dass die genaue IST-Beladung nicht ermittelt werden kann, somit ist dieser errechnete Wert eher ein sinnfreies Gimmik und sagt nicht wirklich was über die tatsächliche IST-Beladung aus.

    Erfahrungsgemäß hat die CBS-Anzeige sowie beim FL die errechnete Rest-Strecke mittels Tester kaum was mit der Realität zu tun.

    BMW möchte hier aber vermutlich einfach nur vorsorgen um die durch erhöhte Aschebeladung und damit immer schneller steigendem Gegendruck stetig wachsende Anzahl von Regenerationszyklen zu verhindern. Die von der DDE eingeleiteten Regenerationen sind erstens Sprittfresser und bedeuten zweitens jedesmal eine erhebliche thermische Belastung für alle Bauteile zwischen Zylinderkopf und DPF. Der laufend schnell erhöhte Gegendruck zwischen den Zyklen ist ebenfalls nicht förderlich.

    Das ist wohl der Grund warum BMW dann lieber sagt: DPF bei einer gewissen Laufleistung "raus" um Folgeschäden und eine dauerhafte Überladung des DPF zu vermeiden.

    Wie gesagt, das hat aber alles nichts mit dem tatsächlichen Zustand des DPF`s zu tun. Auch nach dem erreichen der Endlaufstrecke laut CBS oder Tester kann ein DPF noch lange gut funktionieren oder aber auch nicht.

    Das sieht man spätestens dann, wenn laufend Fehlermeldungen kommen und alles Freibrennen nur noch bedingt für die nächsten paar Kilometer was bringt.
  • danke für die Infos.
    Ich weiss zwar nicht ob ich die 200tkm mit dem Wagen noch erlebe aber falls doch kann es ja nicht schaden bissel mehr über die DPG Geschichte zu Wissen :)

    Ich weiss gar nicht ob ich je einen Regenrationszyklus erlebt habe. Also aufgefallen ist mir das noch nie. Kann es sein das der nie Regenration braucht wenn man 90% zügig BAB fährt?

    Also werde ich womöglich noch wesentlich länger als die 200tkm im CBS fahren können und wenn es Probleme gibt kann man immer noch überlegen was man macht.

    mfg
  • also wir haben diese Werte mit ~1000mBar des öfteren @Work wenn wiedermal die Thermostate versagten. Es klappt eigentlich immer mit der Freibrennfahrt.

    Kann aber eine Weile dauern, - mit einem E90 325d war ich das letzte mal rund 35min mit kontinuierlichen ~400 - 500 Grad DPF-Temp unterwegs.
    Der Gegendruck sinkt dann nicht langsam sondern urplötzlich auf unter 100mBar als wenn ein Korken im Auspuff steckte. Läuft immer auf die selbe Weise ab, bei dem einen geht es schneller, beim andern dauert es länger...

    Allerdings unter 400 Grad DPF bringt eine Freibrennfahrt so gut wie nichts, zumindest nicht auf diese kurze Zeit.
  • Sooo kurze Rückmeldung...
    Der Partikelfilter war nicht zu sondern leer, der Vorbesitzer hat den Partikelfilter einfach aufgemacht und leer geräumt und zu geschweißt :bad:
    Jetzt ist ein neuer drin und die Sache liegt beim Anwalt mal sehen was passiert :pop:
  • Wer bitte tut ein Auto kaufen was über 10000€ kostet mit einem Bastlervertrag ? Ich zumindest nicht.
    Zwar ohne Gewährleistung, aber das ist Vorsatz und Betrug.
    Wenn er nicht zahlen will geht´s vor Gericht, ich habe einen Zeugen und er nicht.
  • Hätte jetz auch eine Frage zum Gegendruck:
    Nachdem ich einen gebrauchten DPF einbaute er immer in den Notlauf ging mit diesen Fehlern:

    Partikelfiltersystem 00480A
    Abgasgegendruck Sensor 004D00
    Partikelfiltersystem 00481A
    steckte ich den Drucksensor mal ab(1tag davor neuen verbaut) danach ging er voll durch beschleunigen, Abgastemperatur des DPF ging auch auf über 500Grad und er startete denke ich eine kurze Regeneration die ich abbrechen musste da ich kurz danach am Firmenparklatz war jedenfalls roch es stark nach Gummi.
    Nach der Arbeit noch 30KM ohne Sensor gefahren nur leider ging die Temperatur nicht mehr über 350Grad wo er dann wohl nicht mehr regeniert oder???
    Seitdem steckte ich den Sensor wieder an nur regelt er leider immer noch ab bei über 3500U/min geht aber nicht mehr in den Notlauf und es kommt nur noch der Fehler 480A.
    Abgasgegendruck laut BMWhat bei 110Km/h im 5ten ca.120mbar wenn ich beschleunige geht er aber auch auf 460mbar rauf....
    Ab welchen Gegendruck kommt die 480A Fehlermeldung???
    Was meint ihr sollte ich jetzt 80Km ohne Sensor auf der Ab fahren und hoffen das er sich freibrennt oder keine gute idee??
    Manuell schaffe ich es leider nicht ih einzuleiten!

    Bitte um hilfe :anbet: :anbet:
  • Ich hab auch ein Problem mit dem dpf :D
    Ich bin jetzt mal so frech und stell die frage hier ^^
    Bei mir kommt die Fehlermeldung Strömungswiderstand zu niedrig.
    Problem: Ich habe von Werk aus schon gar keinen dpf :?:
    Im Menü im bc unter Wartung ist er aber auch aufgelistet mit Wartungsintervall
    200tkm, dieser Wert ändert sich jedoch seit 10tkm nicht (seitdem ich ihn habe).
    Warum ist das so? Muss ich den vll deaktivieren? Geht das mit inpa ncs etc?
    LG renexo
  • Mal ne frage zwischen durch. Wenn man den abgasgegendrucksensor absteckt und die Regeneration einleitet funktioniert die Regeneration auch oder erscheinend ein Fehler und somit könnte keine Regeneration starten? Auto ist ein lci Baujahr 2007